Netflix Serien-Tipp "Queer Eye Germany" verpasst ein Umstyling

Die fünf Coaches von „Queer Eye Germany“: Jan-Hendrik, David, Ayan, Leni und Aljosha (v.l.n.r). Foto: Netflix

„Queer Eye Germany“ ist der erste internationale Ableger der amerikanischen Erfolgsshow „Queer Eye“. Und eine Serie, die man nach einem langen Tag gut gebrauchen kann.

In fünf Folgen verzaubern fünf queere Experten für Beauty, Fashion, Life Coaching, Design und Gesundheit mit ihrer Einfühlsamkeit und liebvollen Gruppenumarmungen.

Darum geht’s: Pro Folge fahren die Coaches zu einem „Hero“, so werden die Teilnehmer genannt, nach Hause und machen sich nach der Bestandsaufnahme für eine Woche ans Werk. Jeder der fünf Experten, auch „Fab Five“ genannt, borgt sich den Alltagshelden aus und verschönert ihn in seinem Bereich.

Bei David bekommen sie einen neuen Haarschnitt und Tipps für die Gesichtspflege und Make-up, Jan-Henrik verpasst einen neuen modischen Look, Leni kümmert sich um das Mindset der Teilnehmer, Aljosha kocht mit ihnen leckere, gesunde Gerichte und Ayan versucht, den Einrichtungsgeschmack der Helden besser kennenzulernen.

Am Ende der Woche gibt es einen großen „Reveal“, bei dem die Experten durch die Wohnung gehen und man Ayans Interior-Design-Zauber sowie Jan-Henriks modische Neuzugänge im Kleiderschrank sieht. Außerdem gibt es ein „Recap“, in dem die „Fab Five“ vom Sofa aus auf ihre getane Arbeit zurückblicken. Sie sehen sich per Video das Event an, auf das sie die Woche über mit den zu Beginn eher schüchternen Teilnehmern hingearbeitet haben. Beispielsweise das Date des alleinerziehenden Vaters oder das Coming-out des jungen Fußballtrainers.

Der Trailer zur Serie:

In aller Kürze: Fünf queere Menschen verschönern jede Folge das Leben eines Alltagshelden.

Fazit: Auf den ersten Blick klingt alles wie eine normale Umstyling-Show, die es schon unzählige Male gibt. Aber „Queer Eye Germany“ ist viel mehr. Es geht um Diversität und die Experten machen das als Vorbilder der „LGBTQIA+“-Community fantastisch. Die „Fab Five“ schauen nicht nur auf den äußerlichen Look, sondern reden auch über Selbstbewusstsein, Selbstakzeptanz und machen Mut. Die Teilnehmer werden respektvoll dargestellt und keineswegs so, als hätten sie ihr Leben nicht im Griff.

Wenn über die Schicksalsschläge gesprochen wird, gibt es keine dramatisch untermauernde Musik, sondern es wird professionell damit umgegangen. In der Show geht es lediglich darum, zu zeigen, was in den Teilnehmern steckt. Die Show ist so warmherzig und wertvoll, dass man sich als Zuschauer Taschentücher bereitlegen sollte.

„Queer Eye Germany“, Reality-TV, verfügbar auf Netflix, ab zwölf Jahren, eine Staffel mit fünf Folgen à je rund 50 Minuten.

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