Netflix-Film-Tipp Berührend - In „Die Hütte“ tröstet Gott persönlich einen leidenden Vater

Mack (2.v.l.), dessen kleine Tochter ermordet wurde, darf ein Wochenende mit Gott (2.v.r), Jesus (links) und dem Heiligen Geist (rechts) verbringen. Foto: Leonine Studios

Was fragst du Gott, wenn du ihn triffst?  Im Film „Die Hütte" quatscht Mack mit dem Allmächtigen 

Wenn es Gott gibt, warum passieren dann so viele schlimme Dinge auf der Welt? Darfst du dir überhaupt anmaßen, darüber zu urteilen, wer gut und wer böse ist? Diese Fragen versucht der Film „Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“ zu beantworten.

Darum geht’s: Mack verbringt mit seinen drei Kindern ein Wochenende auf einem Campingplatz, als seine jüngste Tochter plötzlich verschwindet. Der absolute Albtraum aller Eltern wird wahr: Die Polizei findet heraus, dass die kleine Missy von einem Serienmörder entführt und getötet worden ist. Mack überwältigt der Schmerz, er wird depressiv. Und somit steht auch die einst so liebevolle Beziehung zu seiner Frau auf dem Spiel. Denn Mack fühlt sich nicht mehr in der Lage, zu lieben.

An einem verschneiten Wintertag findet Mack eine Nachricht in seinem Briefkasten. Gott höchstpersönlich will ihn am Wochenende treffen. Ausgerechnet in der Hütte im Wald, in der die kleine Missy ermordet wurde. Mack, der nicht besonders gläubig ist, vermutet, dass ihn der Mörder seiner Tochter sehen möchte. Und so macht er sich, bewaffnet mit einem Revolver, auf zur Hütte.

Dort angekommen, verwandelt sich die eisige Winterlandschaft plötzlich in eine paradiesische, sommerliche Umgebung. In einer malerischen Blockhütte wartet Gott auf Mack – in der Gestalt einer herzlichen Afroamerikanerin. Bei ihr ist Jesus als gut aussehender hebräischer Handwerker, der in seiner Werkstatt arbeitet, und der Heilige Geist als asiatische Frau, die sich um den Garten kümmert. Die drei wollen Mack helfen, seinen Schmerz zu heilen.

Ist Mack anfangs noch voller Vorwürfe an Gott, öffnet er sich bald für die Lektionen der drei. Er lernt, Gott zu vertrauen, dem Mörder seiner Tochter zu vergeben und so wieder Liebe in sein Herz zu lassen.

Das Besondere: Der Film beruht auf dem Roman „Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“ des kanadischen Autors William P. Young. Der schrieb die Geschichte zunächst nur als Weihnachtsgeschenk für seine Freunde und Familie. Nach der Veröffentlichung stand das Buch über 70 Wochen auf dem ersten Platz der New-York-Times-Bestsellerliste.

Fazit: „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“ berührt und regt auch nach Filmende zum Nachdenken an. Als Mack das Wochenende in der paradiesischen Umgebung erlebt, wird der Film jedoch teilweise zu kitschig. Und auch manche Szenen, wie die, als der Familienvater zusammen mit Jesus über einen See läuft, ist etwas zu viel des Guten.

„Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“, Dauer: 2 Std. 13 Min., Drama/Fantasy, verfügbar auf Netflix, freigegeben ab zwölf Jahren. Mehr Infos gibt es hier. 

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