NawaRo verliert beim Vizemeister Schwerin war nicht Straubings Kragenweite

NawaRo Straubing um Zuspielerin Magdalena Gryka musste sich in Schwerin geschlagen geben. Foto: Cornelius Kettler

Trainer Benedikt Frank bezeichnet Schwerin als bislang stärksten Gegner seiner Mannschaft. Am Ende stand am Sonntag eine 0:3-Niederlage für NawaRo Straubing.

Erwartungsgemäß musste sich der niederbayerische Volleyball-Bundesligist NawaRo Straubing am Sonntagnachmittag geschlagen geben. Mit 0:3 unterlag das Team von Trainer Benedikt Frank beim Vizemeister SSC Palmberg Schwerin – und konnte dabei nur einen Satz halbwegs mithalten mit dem großen Favoriten.

Als Frank am Montagvormittag noch etwas verschlafen über das Spiel sprach, war er immer noch voll des Lobes über den Gegner am Tag zuvor. „Man muss da ehrlich sein: Der Rhythmus und die Ruhe von Schwerin – das war schon atemberaubend.“ Das sei sicher „das Stärkste gewesen, gegen das wir bislang in dieser Saison gespielt haben.“

Dabei schien es zu Beginn des Spiel so, als könnte Straubing – nach drei Siegen in Folge eigentlich mit dem nötigen Selbstvertrauen ausgestattet – auch Schwerin ein Stück weit ärgern. Mit 8:4 führten die Gäste zur ersten technischen Auszeit. Es war aber auch nur ein kurzes Hoch, denn Schwerin holte auf (16:15), zog davon (21:17) und holte sich den ersten Satz noch mit 25:21.

Keine Chance in den Sätzen zwei und drei

In den Sätzen zwei und drei hatte das Straubinger Team vor 1.886 Zuschauern in der Palmberg Arena dann nicht mehr viel zu melden. Über 8:4 und 16:9 zu den technischen Auszeiten endeten die Durchgänge mit 25:17 und 25:14 jeweils deutlich.

„Wir wussten, dass wir ein sehr hohes Niveau spielen müssen, um mithalten zu können“, sagte Frank nach der Partie. Das sei im ersten Satz auch gelungen. „Da haben wir gut gespielt, sind gut reingekommen.“ Dann würden in einem solchen Satz Kleinigkeiten entscheiden und letztlich auch die individuelle Klasse, sodass Schwerin sich die Führung holte.

Nicht mehr zufrieden war Frank dann mit dem Auftreten des Teams in den nächsten beiden Sätzen. Ein „Maß an Resignation“ hatte er festgestellt. „Du brauchst gegen einen solchen Gegner aber den vollen Fokus und musst voll da sein, wenn du eine Chance haben willst“, so seine Einschätzung. Dazu kam, dass nicht alle Spielerinnen topfit waren. So kränkelte Topscorerin Lena Große Scharmann ein wenig. „Wir waren ein bisschen angeschlagen und dann reicht es eben nicht mehr“, so Frank.

Ruhiger und mutiger

Deshalb darf man laut dem Trainer die Partie auch nicht überbewerten. „Schwerin war stärker, das muss man akzeptieren. Trotzdem waren wir am Ende alle ein bisschen frustriert.“ Das deutete Frank positiv, denn das Gefühl könne man für die kommenden Spiele nutzen, wenn man richtig damit umgehe. Denn man könne aus dem Schwerin-Spiel einige Sachen lernen. Zum Beispiel, dass man in gewissen Situationen ruhiger agiert, gleichzeitig aber auch den Mut nicht verliert. „Ab dem zweiten Satz hatten wir ein bisschen zu viel Respekt, da hat die Lockerheit gefehlt“, berichtete der Coach.

Nun strebt das Team noch einen positiven Jahresabschluss hin. Zwei Spiele stehen bis Weihnachten noch an. Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) gastiert Münster in Straubing. Da rechnet man sich wieder mehr Chancen aus, denn Münster steht in der Tabelle einen Platz hinter NawaRo. „Trotzdem ist es immer noch Münster“, sagte Frank und bezeichnet die Belastungssteuerung als eine der Hauptaufgaben in der kurzen Trainingswoche. Man wolle punkten, bevor es dann eine Woche später zur letzten Partie des Jahres nach Dresden geht.

 

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