NawaRo-Neuzugang im Interview Julia Schaefer: "Will den Rest der Liga ärgern"

Julia Schaefer (Nummer 8) freut sich auf ihre Zeit in Straubing. Foto: imago

Es ist der Alptraum eines jeden Sportlers. Man startet in einer Saison als Youngster bei einem Top-Club voll durch, bekommt viel Einsatzzeit, steht im Meisterschaftsfinale und im vorletzten Spiel verletzt man sich schwer. Genau das ist Julia Schaefer von Allianz MTV Stuttgart passiert. Nach einem Sommer mit vielen Reha-Einheiten möchte die Außenangreiferin jetzt bei NawaRo wieder zurück zu alter Stärke finden.

Nach einer sehr starken Saison haben Sie sich im vorletzten Spiel der Saison leider verletzt. Wie läuft die Reha bislang?
Julia Schaefer: Das war natürlich sehr bitter, das letzte Spiel um die Meisterschaft nicht mitspielen zu können. Aber mit einem Meistertitel im Rücken kann man natürlich sehr motiviert in eine Reha starten. Die Reha verläuft ausgesprochen gut. Ich bin schon wieder voll im Aufbautraining, habe keine Schmerzen und bin auch schon wieder in der Lage ein wenig mit dem Ball zu machen. Die medizinische Abteilung versorgt mich da super und ich habe von Tag zu Tag etwas mehr Vertrauen in mein Bein.

Nachdem Sie in Stuttgart zum erweiterten Stamm gehört haben, wechseln Sie jetzt nach Straubing. Was steckt dahinter, dass Sie jetzt für einen Underdog der Liga aufs Feld gehen?
Schaefer: Ich konnte in der letzten Saison viel Spielerfahrung sammeln. Nach einer Verletzung ist es wichtig, dass man viel spielt um wieder auf sein altes Niveau zurückzukommen und ich freue mich sehr, dass ich diese Zeit in Straubing verbringen kann. Ich freue mich sehr mit einer jungen ambitionierten Mannschaft an den Start zu gehen und jedes Spiel alles zu geben um am Ende mit viel Spaß gute Spiele abzuliefern.

Was war entscheidend für Sie nach Straubing zu wechseln?
Schaefer: Ich kenne Bene (Anm. d. Red.: Trainer Benedikt Frank) bereits aus meiner Zeit in Münster und ich halte viel von ihm. Er hat mir damals schon sehr dabei geholfen mich von einer anderen Verletzung zurück zu kämpfen. Ich bin mir sicher, dass das Team und Umfeld in Straubing für mich eine super Möglichkeit ist um mich zurück auf das Feld zu kämpfen. Auch kenne ich bereits ein paar Spielerinnen und habe nur Positives gehört und auch bei den Spielen gegen Straubing erlebt. Mir gefällt die familiäre Atmosphäre in dem Verein sehr und ich hoffe das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, durch gute Leistungen auf dem Feld zurückgeben zu können.

Welche Rolle möchten Sie im jungen Straubinger Team einnehmen?
Schaefer: Ich werde mich erstmal hauptsächlich darauf konzentrieren von meiner Verletzung zurück zu kommen. Ansonsten würde ich mich freuen, wenn ich von den anderen Spielerinnen lernen kann oder vielleicht auch jüngeren Spielerinnen bei ihrer Entwicklung helfen kann. Ich würde mich langsam aber sicher als etwas erfahrener bezeichnen und hoffe auf dem Feld damit in schwierigeren Situation der Mannschaft helfen zu können.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Spiele in der turmair Volleyballarena?
Schaefer: Ich erinnere mich an eine sehr laute Halle mit toller Atmosphäre, in der die Fans so nahe wie möglich an der Mannschaft und dem Spielfeld dran sind. Auch erinnere ich mich, dass uns Straubing einige Probleme bereitet hat, weil die Fans in ihrem Rücken sie sehr gestärkt haben. Ich freue mich schon darauf an derselben Stelle, an der Straubing mich mit dem Allianz MTV geärgert hat, in der kommenden Saison gemeinsam mit Straubing den Rest der Liga zu ärgern

Hatten Sie neben der Reha auch Zeit, um kurz in den Urlaub zu fahren?
Schaefer: Glücklicherweise hatte ich schon die Gelegenheit in den Urlaub zu fahren. Ich war für zehn Tage mit meiner Familie in der Türkei und hoffe vor Vorbereitungsbeginn noch für ein paar Tage mit meinem Freund wegfahren zu können.

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading