Nationales Naturmonument Nachpflege-Arbeiten an der Weltenburger Enge abgeschlossen

Nachpflege-Maßnahmen zur Erhaltung der besonders schützenswerten Felskopfvegetation. Foto: Markus Ixmeier

Für 2022 sind sie abgeschlossen: die Nachpflege-Maßnahmen zur Erhaltung der besonders schützenswerten Felskopfvegetation im Landkreis Kelheim. In einer Pressemitteilung berichten die Verantwortlichen von den Arbeiten.

„Auf den Felsen im Naturschutzgebiet und Nationalen Naturmonument 'Weltenburger Enge' wachsen im Frühling untypische Gräser und Kräuter“, so die Umweltpädagogische Leiterin Franziska Jäger. Arbeiter einer Spezialfirma pflegten auch dieses Jahr die Pflanzenpracht. Der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V., die Naturschutzbehörden und der Forstbetrieb Kelheim setzten die Nachpflege-Maßnahmen im Donaudurchbruch um. Die Finanzierung der Arbeiten erfolgt aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.

Die Felspartien sind zunehmend mit Gehölzen eingewachsen. Dies führt zur Verdrängung und zum Verlust seltener Tier- und Pflanzenarten. „In diesem Jahr konnten wir feststellen, wie sich beispielsweise der Diptam weiter ausgebreitet hat“, so Armin Ilgenfritz von der Firma Moscito Seiltechnik. Per Kletterseiltechnik gingen die Arbeiter gegen den Gehölzaufwuchs vor. „Es ist zwar sehr anstrengend, aber auch wunderschön, diese Arbeit für die Natur zu leisten", betont Ilgenfritz.

Auch der Lebensraum von Tieren oder verschiedener Schneckenarten ist bedroht. Dadurch verliert das ausgezeichnete Gebiet an naturschutzfachlichem Wert. „Bei den Uhus konnte in der Weltenburger Enge in diesem Jahr leider kein Nachwuchs festgestellt werden“, so Franziska Jäger. Erfreulicherweise gab es aber bei anderen Felsbrütern wie den Dohlen, Kolkraben, Gänsesägern und Turmfalken Nachwuchs.

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