Nahverkehr Neun Millionen Euro für ÖPNV in Freyung-Grafenau

Freuen sich über die neun Millionen Euro für den Nahverkehr im Landkreis Freyung-Grafenau (v. l.): Landrat Sebastian Gruber (CSU) und Christina Dafinger von der Verkehrsgemeinschaft sowie vom ÖPNV-Team im Landratsamt Nathalie Obermüller, Reinhard Wolf und Michael Atzinger. Foto: LRA Freyung-Grafenau

Der Landkreis Freyung-Grafenau erhält den Zuschlag für ein Modellprojekt zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV). Das teilte das Landratsamt am Dienstag mit. Das Bundesverkehrsministerium fördert den Landkreis bis Ende 2024 mit rund neun Millionen Euro.

"Das ist ein Meilenstein für den ÖPNV im Landkreis", teilte Landrat Sebastian Gruber (CSU) mit. Mit dem Geld will der Landkreis unter anderem das Liniennetz ausbauen, neue Linien einführen und bestehende besser takten sowie das Rufbussystem ausweiten. Geplant sind auch ein bargeldloses Bezahlsystem und ein Jobticket. Die zwölf Modellprojekte wurden aus über 160 Projektskizzen ausgesucht. Unter den zwölf wird aus Bayern neben Freyung-Grafenau nur noch Ingolstadt gefördert.

Seit 2018 habe sich der Flächenlandkreis um eine Stärkung des Nahverkehrs bemüht. Der Landrat sieht den Weg durch das aktuelle Ranking der "Allianz pro Schiene" bestätigt. Die Abdeckung des Landkreises mit Nahverkehrsangeboten hat im Vergleich zur Studie von 2018 einen Sprung von 15,11 auf 60,73 Prozent gemacht.

Der Landkreis Freyung-Grafenau befindet sich damit nun im Mittelfeld und nicht mehr am Ende des Rankings. Deutschlandweite Schlusslichter in dem Ranking sind nach wie vor die ostbayerischen Landkreise Dingolfing-Landau, Straubing-Bogen, Cham und Rottal-Inn.

Der Nahverkehr in der Region könnte sich auch durch einen gemeinsamen Verkehrs- und Tarifverbunds verbessern. Das geplante Bündnis von sieben Landkreisen und Städten befindet sich seit Kurzem in der Ausschreibungsphase.

 
 
 

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