Nachwuchssportlerin im Porträt Golfwunder Lena Geier aus Ringelai

Nachwuchsgolferin Lena Geier aus Ringelai, Landkreis Freyung-Grafenau. Foto: Christian Geier

Es ist der Traum vieler Kinder und Jugendlicher: Als Sportprofi die Leidenschaft zum Beruf zu machen. Die 12-jährige Golferin Lena Geier scheint eine echte Chance dazu zu haben. Denn schon jetzt ist sie den meisten Alterskameradinnen meilenweit voraus.

Ausgestattet mit viel Kraft und noch mehr Gefühl locht sie einen Ball nach dem anderen ein. Sie spaziert über den Platz und schwingt die Golfschläger, als seien sie Teil ihres Körpers. Bereits jetzt ist sie Bayerns beste Spielerin in ihrer Altersklasse. Kein Wunder, sie hat ja auch früh begonnen.

Mit zwei Jahren die ersten Bälle geschlagen

Die Eltern hatten gerade ihr Haus fertiggestellt und den Garten angelegt, als die Zweijährige mit den Schlägern ihres Vaters über das Grundstück fegte und ihren Golfschwung übte. Die Schläger waren natürlich viel zu lang und so beendete sie das Wachstum der jungen Rasenpflänzchen jäh. Eine Kraterlandschaft war die Folge.

Doch in dieser Aktion sahen die Eltern bereits ihr Potential. „Dann hat meine Mama im Internet geschaut, was es da so gibt“, erzählt die Nachwuchssportlerin. „Sie hat dann die ganz kleinen Schläger gekauft. Und so habe ich halt angefangen.“

Als sie gerade sechs Jahre alt geworden war, erreichte sie die Platzreife. Und damit ein Level, an dem erwachsene Golf-Neulinge oft mehrfach scheitern.

Meisterliche Erfolge

Blickt man auf Lenas Erfolge im Jahr 2021, versteht man die Meinung Ihres Trainers Denis Prössel besser. Sie habe die Chance, eine ganz Große zu werden. Als er die damals 5-Jährige zum ersten Mal spielen sah, bemerkte er bereits ihren perfekten Schwung. Ein Eindruck, der sich noch verstärken sollte.

Im vergangenen Jahr gewann sie nämlich bereits zum dritten Mal die süddeutsche Meisterschaft in ihrer Altersklasse. Übrigens mit 18 Schlägen Vorsprung. Auch Bayerische Meistertitel stehen natürlich zu Buche. So spielt das Mädchen mittlerweile mit einem Handicap von 0,4.

„Wenn sie am Boden bleibt, kann sie alles erreichen“, sagt Prössel. „Aber ich glaube, das ist das Wichtigste. Am Boden bleiben, selbst wenn die Erfolge jetzt da sind.“ Als er dann von der Herausforderung erzählt, das Level trotz des Größenwachstums zu halten, locht Lena im Hintergrund einen Ball nach dem anderen ein. Beeindruckend.

Lesen Sie den vollständigen Artikel im NIEDERBAYERN TV Magazin, Ausgabe 10.

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