Sieht einfach aus, ist in Wahrheit aber bockschwer: das Billardspielen. Ohne Strategie, Konzentration und ruhiger Hand ist man schnell zum Zuschauen verdammt. Meister ihres Fachs sind die Sportler vom Billardclub 73 Pfeffenhausen, die Jahr für Jahr bei bayerischen, deutschen und internationalen Wettkämpfen Pokale abräumen. Und auch wenn's coronabedingt in der Liga zuletzt nicht so recht mit dem Einlochen geklappt hat, sind die Pfeffenhausener nun einfach froh, ihr geliebtes Arbeitsgerät - den Queue - wieder in die Hand nehmen zu dürfen.

Weil die Kugeln in Innenräumen gestoßen werden, haben die sechs Mannschaften des BC 73 wegen der Pandemie - wie so viele andere - schwere Zeiten hinter sich. "Die Poolbillard-Saison 2019/20 ist nach der Hälfte und die Spielzeit 20/21 schon nach drei Spieltagen abgebrochen worden", sagt Sportwart Gerhard Butz. Der 49-Jährige spielt seit 28 Jahren in der ersten Mannschaft. Das Virus hat gerade ihn und seine "Erste" in besonderem Maße ausgebremst. Bei Saisonabbruch ohne Relegation musste sie vor eineinhalb Jahren von der Bayern- in die Verbandsliga runter, und in der vergangenen Saison wurde ihr die Chance genommen, sich wieder hochzuarbeiten. Ähnlich erging's der "Zweiten", die auf dem besten Weg war, von der Landes- in die Verbandsliga aufzusteigen - bis alle Sportstätten dichtmachen mussten.