Nach der schweren Zugkollision mit drei Toten im tschechischen Grenzgebiet haben die Bergungsarbeiten begonnen. Am Donnerstag traf ein Kran an der Unglücksstelle ein, der die 80 Tonnen schwere Lokomotive zum Abtransport nach Deutschland wieder auf die Gleise hieven sollte. Regen und der matschige Untergrund erschwerten die Arbeiten an der eingleisigen Strecke.

Der Expresszug München - Prag und ein entgegenkommender Regionaltriebwagen waren am Mittwochmorgen bei Domazlice (Taus), nur wenige Kilometer von der Partnerstadt Furth im Wald (Kreis Cham) entfernt, frontal zusammengestoßen. Die beiden tschechischen Lokführer und eine Frau aus dem Triebwagen kamen ums Leben. Nach aktualisierten Angaben der Rettungsdienste wurden mehr als 60 Menschen verletzt. Alle zehn Schwerverletzten, die in Kliniken behandelt werden, sind inzwischen außer Lebensgefahr. Auch Retter aus dem Kreis Cham waren am Mittwoch im Einsatz.