Nach Vorfall in Weiden

Erneut Warnung vor Ecstasy in Champagner-Flaschen


Mehrere Chargen Champagner des Herstellers Moët & Chandon wurden zurückgerufen, nachdem in einzelnen Flaschen der flüssige Ecstasy-Wirkstoff MDMA entdeckt wurde. (Symbolbild)

Mehrere Chargen Champagner des Herstellers Moët & Chandon wurden zurückgerufen, nachdem in einzelnen Flaschen der flüssige Ecstasy-Wirkstoff MDMA entdeckt wurde. (Symbolbild)

Von Redaktion idowa

Die Verbraucherzentrale in Bayern warnt vor möglicherweise mit Ecstasy versetzten Champagner-Flaschen. Betroffen ist dieselbe Marke, die auch im Februar in Weiden acht Gästen eines Restaurants zum Verhängnis wurde.

Wie mehrmals berichtet, befand sich in der betroffenen Champagner-Flasche der flüssige Ecstasy-Wirkstoff MDMA. Die acht Gäste mussten mit Vergiftungen ins Krankenhaus, ein 52-Jähriger starb dort an den Folgen. Wenige Tage später kam es auch in den Niederlanden zu einem ähnlichen Fall, bei dem vier Menschen verletzt wurden. In beiden Fällen befand sich das MDMA in Champagner-Flaschen der Marke Moët & Chandon Ice Impérial in 3-Liter-Größe. Eine Charge des fraglichen Champagners war daraufhin bereits zurückgerufen worden, nun folgt eine weitere. Neben der Nummer LAJ7QAB6780004 sind demnach auch Flaschen mit dem Loscode LAK5SAA6490005 jetzt Teil des Rückrufs.

Wie das MDMA in die Flaschen gelangen konnte, ist aktuell noch nicht bekannt. Daher ist auch unklar, wie viele Flaschen tatsächlich betroffen sind. Trotzdem wird der Champagner vorsorglich zurückgerufen, um weitere Fälle wie in Weiden zu vermeiden. Von außen sind die Flaschen demnach nicht von normalem Champagner zu unterscheiden. Nach dem Öffnen gibt es jedoch deutliche Unterschiede. MDMA sprudelt nicht, hat eine rötlich-braune Farbe und riecht auffällig nach Anis.

Verbraucher, die einer Flasche des betroffenen Champagners nicht trauen, sollten laut der Verbraucherzentrale besser nichts riskieren. Schon das Eintauchen und Probieren einer Fingerspitze in der Flüssigkeit kann zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Die Einnahme eines kleinen Schlucks kann bereits tödlich sein. Deswegen sollte die geöffnete Flasche besser unberührt gelassen und sofort die Polizei informiert werden.