Nach Verstößen gegen Verfügung Polizei bittet um Einhaltung der Ausgangsbeschränkung

Die Polizei in Niederbayern und die Oberpfalz appeliert die Bevölerung, sich an die Ausgangsbeschränkung ab Freitag, 24 Uhr, zu halten.(Archivbild) Foto: Silas Stein/dpa

In Niederbayern und der Oberpfalz ist es in den letzten Tagen vermehrt zu Verstößen gegen die Allgemeinverfügung der Bayerischen Landesregierung zur Corona-Pandemie gekommen. Die Polizei bittet deshalb die Bevölkerung, insbesondere junge Leute, die Ausgangsbeschränkung einzuhalten. Andernfalls drohen hohe Bußgelder. 

Die niederbayerischen Polizeikräfte haben sich bereits in den vergangenen Tagen mit der Überwachung und Durchsetzung der Allgemeinverfügung auseinandergesetzt. Menschenmengen wurden aufgelöst und widerrechtlich geöffnete Betriebe geschlossen. Neben Platzverweisen und einigen Strafanzeigen musste ein Jugendlicher in Gewahrsam genommen werden, weil er sich vehement den Anweisungen der Polizei widersetzte.

Auch die Oberpfälzer Polizei musste vor allem am Donnerstag vermehrt ausrücken. Mehr als 70 Verstöße gegen die Bestimmungen der Allgemeinverfügung hatten Anrufer den Beamten gemeldet. Die meisten Einsätze davon waren Überprüfungen von Spielplätzen, Sportanlagen, Grünflächen und Gaststätten. Während sich die Firmen, Geschäfte und weite Teile der Bevölkerung größtenteils an die Beschränkungen hielten, trafen sich vor allem junge Menschen weiterhin in größeren Gruppen in der Öffentlichkeit. Sie feierten in Parkanlagen, veranstalteten Grillpartys oder machten zusammen Sport.

Nach Anordnung der Bayerischen Landesregierung wird das öffentliche Leben in ganz Bayern, auch in der Oberpfalz ab Freitag, 24 Uhr, weiter beschränkt. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Lesen Sie hierzu Söder greift durch: Weitreichende Ausgangsbeschränkungen

Das Polizeipräsidium Oberpfalz bittet daher die Bevölkerung, den Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen, zu Hause zu bleiben und sich an die Beschränkungen zu halten. Auch sollen Eltern auf das richtige Verhalten der Kinder und Jugendlichen achten. 

Die Polizei Oberpfalz hat die Streifentätigkeit in der gesamten Oberpfalz, unter anderem durch den Einsatz der Bereitschaftspolizei, deutlich erhöht. Die Beamten werden die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung konsequent kontrollieren und Verstöße zur Anzeige bringen. Auch die niederbayerische Polizei wird weiterhin Kontrollen durchführen. Dabei drohen hohe Bußgelder bis zu 25.000 Euro.

Seit der Bekanntgabe der Ausgangsbeschränkung häufen sich Anrufe und Nachfragen bei der Einsatzzentrale bezüglich der Allgemeinverfügung. Die Beamten weisen darauf hin, dass der Polizeinotruf 110 für Notfälle freizuhalten ist. 

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