Nach Tumulten in Regensburg Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen 19-Jährigen

Die Ermittlungen zu den Tumulten auf dem Neupfarrplatz in Regensburg im Mai laufen weiter (Symbolbild). Foto: Stefan Karl

Nach den Randalen Ende Mai auf dem Neupfarrplatz in Regensburg, bei denen unter anderem mit Flaschen nach Einsatzkräften geworfen wurden, hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen einen 19-Jährigen erhoben. 

In der Nacht zum 30 Mai haben mehrere Hundert Menschen in der Regensburger Altstadt ausgelassen gefeiert. Die Partymeute blockierte zuerst die Steinerne Brücke und die Straße am Fischmarkt, bis die Polizei die Feier auflöste. Danach zogen jedoch etwa 250 Personen weiter zum Neupfarrplatz, wo sie weiter tranken und Lärm machten.

Eine Streife entdeckte die Feiernden gegen 2.15 Uhr. Die Polizisten nahmen die Stimmung vor Ort als teils sehr aggressiv wahr. Es flogen laut Angaben der Politzei auch Flaschen in Richtung der Streifenwagen und Polizisten. Einige Feiernde beleidigten die Beamten. Teilweise solidarisierten sich einige Personen mit einzelnen Randalierern, die auf dem Neupfarrplatz Ärger machten. Die Polizei sah daher auch eine Gefahr für Passanten. Verletzt wurde jedoch niemand. Ein Fahrzeug wurde beschädigt.

Anklage erhoben, weitere Ermittlungen laufen

Die Polizei ermittelt weiter zu den Randalen in Regensburg. Gegen einen 19-Jährigen, der nach den Tumulten festgenommen wurde, wurde ein priorisiertes Verfahren eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat nun zwei Wochen später Anklage gegen den Beschuldigten wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte erhoben. Die Ermittlungsakten wurden dem Gericht bereits vorgelegt.

Gegen acht weitere Männer im Alter von 15 bis 19 Jahren ermittelt die Polizei unter anderem wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung geführt. Diese Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen und werden noch Zeit in Anspruch nehmen. Zudem wird weiterhin an der Identifizierung weiterer Tatverdächtiger gearbeitet.

Polizei und Stadt setzen auf gemeinsame Maßnahmen

Polizei und Stadt setzen ihre verschiedenen Maßnahmen im Kontext der aktuell geltenden Infektionsschutzvorschriften fort. So werden beispielsweise am Wochenende die Regensburger Polizei und der Kommunale Ordnungsservice (KOS) der Stadt Regensburg weiterhin verstärkt sichtbar im Innenstadtbereich im Einsatz sein. Die Einsatzkräfte setzen dabei in erster Linie immer auf einen kommunikativen Ansatz bei der Einsatzbewältigung. Im Gespräch sollen Konflikte im Vorfeld vermieden werden.

Sollte es in bestimmten Bereichen der Stadt zu Ansammlungen kommen, werden die Einsatzkräfte das Gespräch suchen und gegebenenfalls lenkend eingreifen. Im Einzelfall kann es daher auch kurzfristig zu vorübergehenden Sperrungen von einzelnen Bereichen kommen.

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