Nach Sieg bei ProSieben-Show Joko und Klaas senden 15 Minuten aus Moria

Emotionaler Appell: Joko Winterscheidt (links) und Klaas Heufer-Umlauf wollten mit der Aktion laut eigener Aussage ein Licht auf die Zustände im griechischen Lager Moria werfen. Foto: glomex/ProSieben

Die Entertainer Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf erspielen bei ProSieben 15 Minuten freie Sendezeit und lassen einen Migranten von den Zuständen am Flüchtlingslager Moria berichten.

Die ProSieben-Stars Joko und Klaas haben 15 Minuten bester Sendezeit bei ProSieben genutzt, um ein Schlaglicht auf die Zustände an den EU-Außengrenzen zu werfen. In der Mini-Doku "A short story of Moria" schilderte am Mittwoch ab 20.15 Uhr eine Viertelstunde lang ein Migrant auf Englisch, unter welch widrigen Bedingungen er auf dem Mittelmeer nach Europa kam und welch unwürdige Zustände er antraf. "Mein Name ist Milad Ebrahimi, ich bin 21 Jahre alt und komme aus Afghanistan." 

Die freie Sendezeit hatten sich die Moderatoren in der am Dienstag ausgestrahlten Show "Joko & Klaas gegen ProSieben" erspielt, in der sie in mehreren Wettkämpfen gegen ihren Arbeitgeber antreten. Die Show wurde schon vor einem Monat aufgezeichnet. Direkt nach der Aufzeichnung vor vier Wochen hatten sie demnach beschlossen, die Sendezeit Moria zu widmen. Sie schlossen zahlreiche Kontakte dorthin. Sie wollten, dass jeder wisse, was an der EU-Außengrenze passiere.

Milad: Ist das ein schlechter Traum?

Im Videocall erzählte der junge Mann, der Joko zufolge seit Januar in Moria ist, von den katastrophalen Bedingungen in dem inzwischen bei einem Feuer zerstörten Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Er habe gedacht, Europa sei Freiheit, Gleichberechtigung und stehe für Menschenrechte, sagte Milad in ruhigem Ton. Dafür habe er beschlossen, nach Europa zu fliehen. Nun frage er sich, ob das alles ein schlechter Traum sei.

Hier sehen Sie das Video in voller Länge:

 

Tausende noch immer obdachlos – Griechenland baut Zelte vor Ort

Eine Woche nach dem Brand in dem überfüllten Flüchtlingslager sind auf Lesbos immer noch rund 11.000 Migranten obdachlos, gut 1.000 leben in einem neuen Lager. Griechenland will alle rund 12 000 Bewohner des abgebrannten Lagers weiter vor Ort unterbringen und nicht aufs Festland bringen - das haben Regierungsvertreter mehrfach betont. Hintergrund ist die Befürchtung, dass sonst Migranten auch in anderen Lagern absichtlich Feuer legen könnten, um ihre Weiterreise nach Europa, insbesondere nach Deutschland, zu erzwingen.

Die Bundesregierung hat am Dienstag beschlossen, nach der Brandkatastrophe gut 1500 zusätzliche Flüchtlinge von fünf griechischen Inseln aufzunehmen.

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