Die Uhr tickte gnadenlos am 23. Oktober 2020. Allen Einsatzkräften war klar: Der Mann muss raus da, sofort! Nach einem frontalen Zusammenprall auf der Staatsstraße 2146 bei Giffa bei Wörth an der Donau kauerte der 51-jährige Martin Schneider aus Rettenbach schwerst verletzt und schwerst eingeklemmt in seinem völlig zerstörten Auto, einem 2er-Golf, Modell 19 E, Baujahr 1990.

Mit Spreizern und Scheren befreiten ihn Feuerwehrleute aus Wörth und Wiesent binnen 20 Minuten. Schwerstarbeit, Schulter an Schulter. Notärzte und Sanitäter stabilisierten Schneider, ein Helikopter aus Straubing flog ihn nach Regensburg in die Uniklinik. Ob er überleben würde? Völlig unklar.

Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt Schneider von seinem Überlebenskampf. Er spricht schnell und klar, die Erinnerungen sprudeln nur so heraus aus ihm. An einigen Stellen kommt er ins Stocken, muss eine Pause einlegen. Manches gehe ihm noch sehr nahe, sagt er.