Nach Prügelei im "Atrium" Verfahren wegen versuchter Anstiftung zur Falschaussage eingestellt

Vorgeworfen wurde dem Angeklagten eine versuchte Anstiftung zur Falschaussage. Allerdings hatten letztlich sowohl Richter als auch Staatsanwaltschaft ihre Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Ganzen. (Symbolbild) Foto: dpa

"Damit ist dieses Verfahren erledigt, aber nochmals möchte ich Sie nicht hier sehen", wandte sich Richter Florian Grotz am Mittwochnachmittag in Richtung des Angeklagten, nachdem das Verfahren gegen den 20-Jährigen Deutsch-Amerikaner vor dem Jugendschöffengericht am Landauer Amtsgericht eingestellt worden war.

Vorgeworfen wurde dem Angeklagten eine versuchte Anstiftung zur Falschaussage. Nachdem alle Zeugen vernommen wurden, hatten jedoch sowohl der vorsitzende Richter als auch die Vertreterin der Staatsanwaltschaft Zweifel, ob sich die in der Anklageschrift zur Last gelegten Vorwürfe tatsächlich so zugetragen haben.

Ausgangspunkt der Geschehnisse war eine Auseinandersetzung in der Dingolfinger Diskothek "Atrium", in deren Verlauf der Angeklagte zusammen mit einer anderen Person einen Türken mit Faustschlägen und Fußtritten malträtiert hatte. Für diese Tat stand er bereits vor Gericht und wurde zu drei Wochen und drei Tagen Dauerarrest verurteilt. Im Übrigen nicht der erste Fehltritt des jungen Mannes: Bereits fünf Einträge im Bundeszentralregister stehen bei ihm zu Buche - drei wegen gefährlicher Körperverletzung, hinzu kommen Sachbeschädigung und Beleidigung.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 08. März 2018.

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