Nach Preisanstieg Staatsforsten sehen Entspannung auf Holzmarkt

Entrindete Baumstämme liegen auf dem Rundholzplatz auf dem Gelände eines Sägewerks. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild/dpa

Die Lage auf dem Holzmarkt hat sich nach Einschätzung der Bayerischen Staatsforsten entspannt. Der Absatzmarkt habe sich nach dem Engpass im Frühjahr und Sommer beruhigt, teilte die Behörde am Dienstag mit. "Alle, die gerne mit Holz bauen oder Holz anderweitig verwerten wollen, können mit einer sicheren Holzversorgung rechnen", sagte Vorstandsvorsitzender Martin Neumeyer.

Nachdem die Preise für Schnittholz in den vergangenen eineinhalb Jahren stark gestiegen seien, zeichne sich jetzt eine stabile bis leicht steigende Entwicklung ab. Anders als beim Schnittholz sei der Preis beim Rundholz - der Rohware aus dem Wald - verzögert und geringer im Preis gestiegen. "Deshalb rechne ich beim Rundholz mit stabilen bis moderat steigenden Preisen im nächsten halben Jahr bei einem Niveau von rund 120 Euro bis zu 140 Euro je Festmeter frischem Fichtenholz bei regionalen Unterschieden", sagte Neumeyer.

Der Staatsforstenchef führt das auch auf Borkenkäferentwicklung in diesem Jahr zurück. Diese sei schwächer als ursprünglich erwartet. Die Staatsforsten rechnen gegenüber 2020 mit einem weiteren Rückgang beim Borkenkäferholz um rund ein Viertel auf ihren Flächen. "Bereits 2020 gab es rund ein Drittel weniger Käferholz als im Trockenjahr 2019", bilanzierte Neumeyer.

Die Bayerischen Staatsforsten sind nach eigenen Angaben mit einer Fläche von rund 810.000 Hektar der größte Forstbetrieb Deutschlands.

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