Nach Meningokokken-Fällen Impfen in Ostbayern: Wie ist die Lage in den Landkreisen?

Ein aktueller Report des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bescheinigt der Region Impf-Nachholbedarf. Aber es gibt auch gute Nachrichten. (Symbolbild) Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Anfang der Woche sorgte eine Meldung für Aufsehen, nach der sich im oberbayerischen Landkreis Ebersberg und in München sechs Menschen mit Meningokokken-C-Erregern angesteckt haben. Die Erkrankung ist extrem selten, aber potenziell lebensgefährlich, da sie eine Hirnhautentzündung oder einen septischen Schock auslösen kann. Wären die Betroffenen geimpft gewesen, hätten die Fälle möglicherweise verhindert werden können. Aber wie ist es eigentlich um die Impfquoten in der Region bestellt? Gibt es Grund zur Sorge? idowa hat nachgeforscht.

Schaut man in den aktuellen "Gesundheitsreport Bayern" des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), steht Ostbayern in weiten Teilen ähnlich da wie ganz Bayern – zumindest, was die Meningokokken-Impfung betrifft. Ausgewertet wurden die Impfquoten neu eingeschulter Kinder und die sogenannte "Impfbuchkontrolle" in der sechsten Klasse. Betrachtet man die Ergebnisse nach Regierungsbezirk, ergibt sich ein etwas anderes Bild: Die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz nehmen hier mit 82, 83 und knapp 89 Prozent Impfquote bei den Kindern nur die drei letzten Plätze unter den Regierungsbezirken ein. Der Durchschnitt für ganz Bayern beträgt knapp über 85 Prozent. Mittelfranken hat den Meningokokken mit fast 90 Prozent Impfquote am meisten entgegenzusetzen.

Cham vorbildlich bei Meningokokken-Impfung

Wie sieht es auf Ebene der Landkreise aus? Die Landkreise Straubing-Bogen und Regensburg liegen hier mit 90 Prozent bei der Einschulung und 84 Prozent bei der späteren Kontrolle über dem Durchschnitt. In Cham ist man mit 93 beziehungsweise 88 Prozent sogar ganz besonders vorbildlich.

Nachholbedarf bei der Immunisierung gegen "Men-C" gibt es besonders im Südwesten der Region: Die Landkreise Dingolfing-Landau, Erding und Kelheim liegen in beiden Statistiken mit 70 bis 80 Prozent deutlich unter dem bayerischen Schnitt.

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