Nach Kundgebung in Regensburg AfD-Anhänger schießt mit Schreckschusswaffe

, aktualisiert am 12.10.2018 - 10:31 Uhr
Nach den Demonstrationen am Regensburger Domplatz gerieten wohl laut Polizeiangaben AfD-Sympathisanten und Gegendemonstranten aneinander. Foto: Bettina Dostal

Nach einer Kundgebung am Domplatz in Regensburg hat am Donnerstagabend ein AfD-Anhänger einen Schuss mit einer Schreckschusswaffe abgegeben. Gegendemonstranten sollen laut Polizei zuvor ihn und seine Begleiter in ihrem Auto angegangen haben.

Wie die Polizei berichtet, waren die Autofahrer, die nach eigenen Angaben gerade von der AfD-Kundgebung kamen, gegen 19.40 Uhr mit ihrem Auto in der Regensburger Altstadt unterwegs. In der Maximilianstraße hielten kurz danach laut Informationen der Polizei mehrere unbekannte Personen der Gegendemonstration den Wagen auf. Nach Angaben der Autoinsassen schlugen die Unbekannten mit Fäusten auf das Auto ein und beleidigten die Insassen. Einer der Autoinsassen schoss daraufhin mit einer Schreckschusswaffe aus dem geöffneten Autofenster. Verletzt wurde laut Informationen der Polizei niemand. Die Initiative gegen Rechts streitet indes ab, dass Gegendemonstranten die Autoinsassen bedroht hätten. Sie teilte außerdem mit, dass in dem Wagen führende AfD-Mitglieder gesessen hätten. Dies hätten mehrere Augenzeugen bestätigt.

Die Demonstrationen am Domplatz selbst verliefen laut Polizei ohne größere Probleme ab. Die Kundgebung der AfD hatte in der Spitze etwa 70 Teilnehmer. Die weiteren Versammlungen, die die Polizei als Gegendemonstrationen einstufte, hatten im Maximum 1.500 bis 2.000 Teilnehmer. Der Domplatz musste während der Demonstrationen und Kundgebungen gesperrt werden. Die Versammlung der AfD endete gegen 19.30 Uhr. Die Sperre am Domplatz konnte nach den Abbauarbeiten gegen 21 Uhr aufgehoben werden.

 

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