Nach Fanprotesten wegen Kooperation EVL-Geschäftsführer Hantschke "überrascht und schockiert"

EVL-Geschäftsführer Ralf Hantschke. Foto: Fabian Roßmann

Von Fanseiten kommt viel Gegenwind für die Kooperation zwischen Landshut und Straubing. Bei den Clubs kann man diese Reaktionen nicht verstehen.

Der EV Landshut und die Straubing Tigers kooperieren in der kommenden Saison. Ein Fakt, der im Umfeld der Clubs einigen sauer aufstößt. Die EVL-Fans haben ihrem Unmut mit Bannern am Stadion Luft gemacht. Kürzlich hat sich auch die Tigers-Fangruppierung "Westkurve Straubing" auf ihrer Facebookseite kritisch dazu geäußert - überschrieben war der Post mit: "Landshut bleibt Feind."

Bei den Vereinen selbst kann man das offenbar gar nicht nachvollziehen. Tigers-Manager Jason Dunham sagte gegenüber dem "BR", dass die Zusammenarbeit mit der hervorragenden Jugendarbeit des EV Landshut für beide Seiten gewinnbringend sei: "Natürlich ist bei so einem Thema Emotion drin, aber es geht hier um langfristige Planungen. Diese Zusammenarbeit ist für beide Vereine - und vor allem für die jungen Spieler gut."

Nachdem er vergangene Woche eine Stellungnahme noch abgelehnt hatte, hat sich nun auch EVL-Geschäftsführer Ralf Hantschke gegenüber dem Fachmagazin "Eishockey NEWS" geäußert. Er sei "überrascht und schockiert" aufgrund der heftigen Reaktionen. Die Rivalität zwischen den Standorten sei für ihn bei der Schließung der Kooperation "nie ein Thema" gewesen: "Ich bin ein totaler Gegner des Gestrigen, man muss im Heute leben."

Nachdem die Düsseldorfer EG die bisherige Kooperation nicht fortsetzen wollte, bringt die Zusammenarbeit mit Straubing laut Hantschke auch Vorteile mit sich. Der Etat müsse wegen der Coronakrise um 20 bis 35 Prozent reduziert werden, da könnten Spieler der Tigers hilfreich sein. Zudem könne man mit dem Kooperationspartner in der Nähe den Talenten eine Perspektive geben und sie damit möglicherweise länger halten.

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