Nach dem Volksfest Handys, EC-Karten und Klamotten suchen Eigentümer

Unter den Fundsachen vom Festplatz waren in diesem Jahr besonders viele Smartphones und Handys. (Symbolbild) Foto: Stefan Karl

Temporeiche Fahrgeschäfte, Tanzeinlagen auf der Bierbank, dichte Menschenmassen: Gelegenheiten, bei denen etwas aus den Taschen fallen kann, gibt es auf dem Volksfest genug. Viele der verschwundenen Gegenstände landen im Fundbüro - in diesem Jahr unter anderem 16 Handys und mehr als 30 EC- und Kreditkarten.

Wo die Ausgelassenheit steigt, sinkt zuweilen die Aufmerksamkeit. Bestimmt ist auch der Alkohol nicht ganz unschuldig daran, dass der eine oder andere nicht mehr regelmäßig seine Taschen kontrolliert, ob Smartphone, Schmuck, EC-Karte oder gleich die ganze Geldbörse noch an ihrem angestammten Platz sind.

Wirklich skurrile Funde gab es in diesem Jahr nicht, erklärte Gabriele Weber vom Fundamt in Straubing auf idowa-Anfrage: "Bisher ist alles, was abgegeben wurde, Routine." Bemerkenswert sei lediglich, wie viele EC- und Kreditkarten und Smartphones in diesem Jahr verloren gingen. Mehr als 30 Mal Plastikgeld in den unterschiedlichsten Ausführungen sei eingetrudelt. Dazu 16 Smartphones, teilweise sehr hochwertige Fabrikate.

Auch Lederhosengeschirre unter den Fundsachen

Der Rest ist das übliche Grundrauschen aus Regenschirmen, Ausweisen, Brillen, Regen-Ponchos und -Capes sowie Sweatshirts. Sogar Tracht blieb zuweilen auf dem Festplatz liegen. Drei Trachtenjanker warten derzeit im Fundbüro auf ihre Besitzer, außerdem mehrere Lederhosen-Geschirre - warum auch immer die wohl ausgezogen wurden.

Hin und wieder komme es vor, dass hinter den gefundenen Dinge eine interessante Geschichte steckt. Manche augenscheinlich wertlosen Dinge haben für die Besitzer einen ideellen Wert - deswegen wird zunächst erst mal nichts davon weggeworfen.

Einige Sachen könnten die Mitarbeiter des Fundamts sehr leicht ihren Besitzern zuordnen - Ausweise zum Beispiel. Bei EC- und Kreditkarten wird üblicherweise die betreffende Bank kontaktiert, die die Karte ausgegeben hat.

Was aber mit den Sachen, auf denen kein Name darauf steht? "Ein halbes Jahr werden die Sachen aufbewahrt, für den Fall, dass der Besitzer bei uns vorbei kommt", erklärte Gabriele Weber. "Danach kann der Finder seinen Besitzanspruch geltend machen. Das ist zum Beispiel bei Geldbörsen, in denen noch Geld ist, der Normalfall." Alles, was dann noch übrig bleibt, geht in den Besitz der Stadt - wobei sich daraus wenig Entlastung für den Steuerzahler ergebe, denn: Die meisten Fundsachen, die derart lange liegen, sind nur von geringem Wert: "Deshalb vermissen die Besitzer die Sachen auch meist nicht sonderlich."

Wem auf dem Volksfest-Platz etwas verloren gegangen ist, sollte die Hoffnung nicht aufgeben: Möglicherweise wartet der Gegenstand im Fundbüro der Stadt Straubing im Sozialen Rathaus Am Platzl 31 auf seinen Besitzer. Das Fundbüro hat von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Die weiteren Geschäftszeiten sind montags und dienstags jeweils von 14 bis 16 Uhr und immer am Donnerstag von 14 bis 17 Uhr.

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