Nach Beschlüssen der bayerischen Staatsregierung Tigers stoppen Verkauf von Einzeltickets

Einen solchen Siegesjubel mit den Fans wird es für die Straubing Tigers zunächst wohl nicht mehr geben. Foto: fotostyle-schindler.de

Nach den Beschlüssen der bayerischen Staatsregierung stoppen die Straubing Tigers den Verkauf der Einzeltickets. Geschäftsführerin Gaby Sennebogen kündigt an: „Wir werden die verschärften Maßnahmen genau analysieren."

Die Straubing Tigers starten mit einem Wochenende ohne Heimspiel ins Spielprogramm der DEL nach der Länderspielpause. Die nächste Partie am Pulverturm ist das Derby am 26. November, also kommenden Freitag, gegen die Augsburger Panther. Wie es für das Duell mit den bayerischen Schwaben auf den Rängen im Straubinger Eisstadion aussehen wird, lässt sich noch nicht endgültig feststellen.

Fakt ist aber, die Beschlüsse der Bayerischen Staatsregierung am Freitag werden auch für den niederbayerischen DEL-Standort Folgen haben. Als „Wellenbrecher“ soll nämlich unter anderem die 2GPlus-Regel bei Sportveranstaltungen dienen, verbunden mit einer Zuschauer-Obergrenze von 25 Prozent der Stadionauslastung; mit Abstand und Maske. Das wären bei den Straubing Tigers nur etwas über 1.400 belegte Plätze und damit deutlich weniger als allein die verkauften Dauerkarten des Clubs. Im bisherigen Saisonverlauf hatten die Tigers im Schnitt 3.601 Zuschauer pro Heimspiel im Eisstadion am Pulverturm begrüßt – Platz sechs unter den 15 Teams der DEL und hinter Augsburg der zweitbeste Schnitt in Bayern.

Nun steht der Club vor neuen Herausforderungen: Neben der Obergrenze in Sachen Stadionauslastung bräuchten auch geimpfte und genese Fans für einen Stadionbesuch zusätzlich einen aktuellen negativen Schnelltest (2GPlus). Die Maßnahmen in Bayern sollen Mitte der neuen Woche in Kraft treten und vorerst bis 15. Dezember Gültigkeit besitzen. Im Falle einer Inzidenz von über 1.000 würden Sportstätten sogar komplett geschlossen werden. Die Inzidenz in der Stadt Straubing lag am Freitag bei 678,4.

Söder appelliert an Profisportler, sich impfen zu lassen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder appellierte zudem erneut an die Profisportler, sich impfen zu lassen, auch wenn „eine Impfpflicht für Profisportler rechtlich schwierig umzusetzen sei.“ Das Team der Straubing Tigers ist bereits vollständig geimpft, wie Cheftrainer Tom Pokel am Freitag noch einmal bestätigte: „Wir sind eines der Teams, das komplett durch die Organisation vollständig geimpft ist. Das ganze Leben und unsere Eishockeyarbeit sind so wesentlich leichter und entspannter.“ Wie sich die neuen Entwürfe der Staatsregierung nun auf die Zuschauerfrage am Pulverturm in den kommenden Heimspielen der Tigers auswirken, ist noch nicht endgültig abzusehen.

„Aufgrund der am Freitag erfolgten Beschlüsse für das Bundesland Bayern haben wir den Verkauf von Einzeltickets für die kommenden Heimspiele gestoppt“, benannte Tigers-Geschäftsführerin Gaby Sennebogen jedoch schon die erste Maßnahme des Clubs. Was Entscheidungen darüber hinaus angeht, musste sie noch auf die kommenden Tage verweisen. „Wir werden die verschärften Maßnahmen genau analysieren und uns gemeinsam zu einer neuen Vorgehensweise beraten. Wir bitten daher alle Fans um etwas Geduld. Sobald als möglich werden wir die Neuigkeiten zu den Änderungen beim Stadionbesuch verkünden“, so Sennebogen. Noch bleiben den Straubingern einige Tage, die neuen Voraussetzungen für das Derby gegen Augsburg intern zu bewerten und entsprechend zu reagieren. Klar ist aber schon jetzt: Auf die Tigers und auch die anderen bayerischen Sport- und Eishockeyclubs dürften erneut harte Zeiten zukommen.

 

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