Nach Astrazeneca-Stopp

So geht es jetzt im Straubinger Impfzentrum weiter


Auch Deutschland setzt Corona-Impfungen mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca vorsorglich aus.

Auch Deutschland setzt Corona-Impfungen mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca vorsorglich aus.

Von Redaktion idowa

Deutschland setzt die Impfungen mit dem Astrazeneca-Wirkstoff vorübergehend aus. Dieser Beschluss hat auch Auswirkungen auf das Straubinger Impfzentrum. Zahlreiche Termine werden voraussichtlich abgesagt werden müssen.

Das teilte das Landratsamt Straubing-Bogen am Montagnachmittag mit. Bereits am Montag kurz nach der Entscheidung hatten die Verantwortlichen des Impfzentrums reagiert und den Impfwilligen vor Ort anderen Impfstoff angeboten. So konnten trotzdem alle Termine abgedeckt werden. So soll laut dem Landratsamt auch am Dienstag verfahren werden. Alle vereinbarten Termine bleiben zunächst bestehen. Ab Mittwoch soll dann auf Basis der am Dienstag gelieferten Impfstoffmenge ein neuer Impfplan erstellt werden. Wie viele Termine durchgeführt werden können, ist noch offen. Es zeichnet sich aber ab, dass ein Großteil der bislang vereinbarten Termine wohl storniert werden muss. Die betroffenen Patienten werden per Email oder telefonisch (je nach Art der Anmeldung) informiert. Sobald ein neuer Termin möglich ist, werden sie erneut kontaktiert. Wer keine Absage erhält, kann seinen Termin wie vereinbart wahrnehmen.

Hintergrund des vorläufigen Impf-Stopps für Astrazeneca ist eine Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). Mittlerweile wurden in Deutschland sieben Fälle von Thrombosen der Hirnvenen gemeldet, die im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen stünden. Angesichts der etwas mehr als 1,6 Millionen Impfungen mit Astrazeneca ist das zwar nur eine kleine Zahl, dennoch sollen die Auffälligkeiten nun zunächst wissenschaftlich überprüft werden.