Musiktipps Schneeflockenmusik: Weihnachtslieder fernab vom Mainstream

Valentin Viehbacher präsentiert euch Weihnachtslieder fernab vom Mainstream. Foto: ccvision.de

Kurz vor Weihnachten und keine Lust mehr auf die typischen Weihnachtshits? Valentin Viehbacher (22) empfiehlt ein paar Alternativen.

Der Song „I Hate You This Christmas“ von der britischen Sängerin Kate Nash hat zwar keine besinnliche Botschaft, ist aber dank seiner poppigen Melodie wunderbar geeignet, um in Windeseile die komplette Wohnung zu dekorieren und sämtliche Geschenke zu verpacken.

Karibisch angehaucht ist „Mary’s Boy Child“ von Boney M. – eine willkommene Abwechslung von den sonst so besinnlichen Weihnachtsliedern. Durch die unerwartet beschwingte Melodie geht einem das Plätzchenbacken gleich noch leichter von der Hand.

Weihnachtslieder gibt es auch von der schrillen Sängerin Cyndi Lauper. Sie hat bereits 1993 ein komplettes Album voller Weihnachtssongs veröffentlicht. Der Song „Christmas Conga“ ist aber eindeutig das Highlight des Albums! Er ist das perfekte Lied, um die Nordmann-Tanne mit reichlich Schmuck und Lichtern zum Funkeln zu bringen.

Die dänische Band „The Raveonettes“ bietet mit ihrem „The Christmas Song“ den optimalen Soundtrack zu jeder weihnachtlichen Angelegenheit. Egal ob laut aufgedreht bei den Vorbereitungen Zuhause oder über Kopfhörer im Weihnachtsshopping-Wahnsinn am letzten Samstag vor Heiligabend – dieser Song macht einfach glücklich. Vor allem die immer wieder auftretende Gitarren-Melodie bleibt vermutlich bis lange nach Weihnachten in den Ohren.

Der Intrada des „Pas de deux“, was übersetzt das Eröffnungsstück des „Tanz zu Zweit“ bedeutet, ist der Höhepunkt des Balletts „Der Nussknacker“ von Pjotr Iljitsch Tchaikovsky. Obwohl dem Lied im Ballett so eine große Rolle zukommt, hat man es als Klassik-Neuling bisher vermutlich kaum wahrgenommen. Mit verträumten und dramatischen Facetten nimmt es den Hörer mit in eine andere Welt. Sowohl die Orchester-, als auch die Klavierversion ist einfach zauberhaft.

Der Blumenwalzer von Tchaikovsky ist eines der bekanntesten Lieder aus dem Ballett „Der Nussknacker“. Die meisten kennen Tchaikovskys Kompositionen vermutlich aus den Disneyproduktionen „Der Nussknacker“ und „Dornröschen“ und den Barbie-Filmen. Obwohl der Titel eher frühlingshaft wirkt, eignet sich das Musikstück mit der verträumten Harfenmelodie und dem beschwingten Rhythmus perfekt für die weihnachtlich-winterliche Zeit und weckt sofort Kindheitserinnerungen. Perfekt, um voller kindlicher Vorfreude um den Christbaum zu tänzeln!

1971 erschienen ist „River“ von Joni Mitchell längst ein Klassiker, der sich aber niemals wirklich zwischen „Last Christmas“, „All I Want for Christmas“ und Co. einordnen lässt. Dieser Song ist mit seinem nachdenklichen Text die perfekte Auszeit vom Weihnachsstress.

Marika Hackmann vermittelt bei ihrem Song „In the Bleak Midwinter“ genau das, was man sich unter einem wahnsinnig kalten, verschneiten Wintertag vorstellt. Mit zitternder Stimme und leisen Gitarrenklängen nimmt sie den Hörer mit in eine Kulisse aus Eis und Schnee. Das christliche Gedicht wird schon seit dem 20. Jahrhundert gerne als Weihnachtslied gesungen, doch Marika haucht ihm mit ihrer ungewöhnlichen Version neues Leben ein.

Der Song „IV“ der schwedischen Sängerin Frida Hyvönen kommt ohne viel Worte aus. Die sanften Klänge des Klaviers und der Flöte mischen sich zusammen mit Fridas Summen zu einem weihnachtlichen Klang.

Zwar weniger melodisch, aber trotzdem witzig: Ein schieftöniges Cover vom Song „All I Want For Christmas Is You“ gesungen vom Youtube- und Netflix-Star Miranda Sings. Mit ihrem üppigen Lippenstift und Ihrem zarten Stimmchen „verzaubert“ die Sängerin seit 2008 ihre Hörer. Und auch bei diesem Weihnachtssong vermittelt Miranda natürlich sofort ihren speziellen und unverkennbaren Charme. Mein Tipp: Diesen Song einfach auf die Weihnachts-Playlist schmuggeln und abwarten...

Typisch für die Songs von Regina Spektor hat auch ihre Version von „My Dear Acquaintance“ Tiefgang. Und obwohl dieser Song schon von vielen Künstlern gesungen wurde, gibt Regina ihm ihre ganz persönliche Note. Der Song handelt von allem, das man seinen Liebsten für das kommende Jahr wünscht. Gleichzeitig erinnert er aber durch die im Hintergrund eingespielten Geräusche von Waffen und Sirenen an das Leid, das wir Menschen im Stande sind zu verursachen. Mit dieser anregenden Botschaft rüttelt es den Hörer wach. Vor dem inneren Auge sieht man plötzlich Szenen, die man bei einem solch besinnlichen Lied niemals erwartet hätte. Gleichzeitig können die Schüsse im Hintergrund auch auf unseren Alltag interpretiert werden. Wörter können häufig stärker verletzen als Waffen. Der Song ruft zu mehr Achtsamkeit und Nächstenliebe auf. Dabei erinnert er daran, dass wir nicht nur auf uns, unsere Familien und Freunde achten müssen. Tipp: Dieses Lied am besten mit einer Tasse Tee und ein bisschen Zeit an einem Fensterplatz genießen.

Alle Musiktipps von Valentin findest du hier.

 

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