Musiktipp Badewannenmusik: Annika Norlin und ihre Bands "Hello Saferide" und "Säkert!"

Annika Norlin ist die Frontsängerin der Bands "Hello Saferide" und "Säkert!". Foto: Kim Metso/Slackernrrd

"Hello Saferide" oder "Säkert!" - Egal unter welchem Bandnamen die schwedische Sängerin Annika Norlin Musik macht, ihre Lieder berühren Valentin Viehbacher (22) aus Geiselhöring immer. Warum ihre Songs einen Platz auf jeder Playlist verdienen.

Musik ist die Sprache, die alle Menschen sprechen, die alle Menschen verbindet. Wer Musik hört, verspürt Emotionen. Lauscht man der Melodie, hat man die Chance, sich mit den Klängen der Instrumente und der Stimmen voll und ganz treiben zu lassen. Die schwedische Sängerin Annika Norlin, die unter den Namen „Säkert!“ und „Hello Saferide“ sowohl schwedische als auch englische Songs herausbringt, schafft es, den Alltag der Hörer auf diese Weise zu bereichern.

Journalistin und Musikerin

Bevor Annikas Musikkarriere 2005 begann, arbeitete sie als Journalistin für ein lokales Medienhaus in Schweden. Die Musik war damals nur ein Hobby für sie. Doch als sich der Song „Highschool Stalker“ ihrer Band „Hello Saferide“ plötzlich rasant übers Internet verbreitete, bot man ihr einen Plattenvertrag an. Zunächst veröffentlichten sie nur englische Songs, bis sie 2007 unter dem Namen „Säkert!“, was übersetzt so viel bedeutet wie „sicher“, das erste Album mit schwedischen Songs herausbrachten. Mit der CD gewinnen sie zwei Grammys bei der schwedischen Version der Grammy-Verleihungen. Das ist auch nicht verwunderlich, denn Annikas Musik regt den Hörer dazu an, nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit dem Herzen und der Seele zu lauschen. Jeder einzelne Song baut seine eigene, facettenreiche Kulisse auf, die der Hörer Schritt für Schritt entdecken darf. Und obwohl man die schwedischen Texte normalerweise nicht versteht, fühlt man genau, was einem die Sängerin damit vermitteln will.

Bei dem Lied „I Forgot about Songs“ vom Album „The Fox, The Hunter and Hello Saferide“ besingt Annika, was Musik ihr bedeutet und wie sie sich von ihr tragen lässt. Interessant ist dabei, wie sich die nostalgisch-klingenden, sanften Töne der Orgel mit denen der Gitarre mischen.

Der schwedische Song „Snooza“ vom neusten Album „Däggdjur“ ist wie eine melodische Schlummertaste, die man drückt, wenn man den Tag einfach mal entspannt angehen will. Und taucht der Hörer erst in die Melodie der sanften Gitarre, der Violinen und ihrer Stimme ein, fühlt man sich regelrecht eingeladen, auf einem frisch gewaschenen, blumig duftenden Bett zu ruhen. Am besten unter freiem Himmel und mit der Person, die man am liebsten neben sich hätte. Auch der Song „November“ trifft seinen Titel haargenau. Der Song vermittelt dem Hörer die Kühle eines grauen, tristen und trostlosen Novembertags und verbindet das gleichzeitig mit der wohligen Wärme der Geborgenheit, die man spürt, wenn man sich mit den Personen umgibt, die man gern hat.

Aufspringen und mittanzen

Akute Ohrwurmgefahr herrscht beim Song „Dancing, though“ vom Album „Säkert! på engelska“. Der schnelle Rhythmus und die einprägsame Melodie bleiben längere Zeit im Ohr. Und obwohl das Lied von tragischem Liebeskummer handelt, möchte man als Hörer ganz gemäß dem Songtitel am liebsten aufspringen und ohne Rücksicht auf Verluste mittanzen. Egal ob sich der Hörer gerade glücklich, traurig oder melancholisch fühlt – „Säkert!“ und „Hello Saferide“ liefern für fast jede Situation den richtigen Soundtrack. Am besten entspannt man bei regnerischem Wetter in einer heißen Badewanne oder mit einer Tasse Tee an einem Fensterplatz und lässt die Songs auf sich wirken.

Alle Musiktipps von Valentin findest du hier.

 

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