München Starkes mit wenigen Mitteln: "Sandmann" und "Wolken.Heim"

Sie bleiben namenlos: Thomas Huber, Sibylle Canonica und Ulrike Willenbacher in "Wolken.Heim". Foto: Matthias Horn

Zur allerletzten Runde im "Marstalljahresplan" lädt das Staatsschauspiel zur intensiven Betrachtung des deutschen Wesens. Mit zwei Texten sehr unterschiedlicher Herkunft und Form durchschreitet die Nachwuchsklasse die waldreichen Landschaften zwischen Romantik und Aufklärung. In deren Schluchten lauern die Extreme Faschismus und Linksterrorismus. 1988 - am Vorabend der deutschen Wiedervereinigung, was damals niemand ahnte - sampelte Elfriede Jelinek das "Wolken.Heim" der Deutschen aus allerlei Literatur.

Zart Lyrisches von Friedrich Hölderlin und Heinrich von Kleist gehört ebenso dazu wie der Idealismus Friedrich Hegels, die nazinahe Philosophie Martin Heideggers und die Briefwechsel zwischen Mitgliedern der RAF in den 1970er Jahren. Ein Originalstoff deutscher Romantik wiederum ist "Der Sandmann" aus dem Jahr 1816. E.T.A. Hoffmann erzählt mit märchenhafter Fantastik vom intellektuellen Diskurs seiner Zeit - der Konflikt zwischen Ratio und Empfindsamkeit, zu Ende gedacht bis zum tödlichen Crash von Wirklichkeit und Wahn.

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