München/Herrsching S-Bahn-Surfer (14/15) und das Spiel mit dem Tod

Ein "Spiel" auf Leben und Tod. Zwei Jugendliche surften Samstagnacht bei München auf einer S-Bahn. (Symbolbild) Foto: Boris Roessler/dpa

Dass man in der Jugendzeit jede Menge Flausen im Kopf hat, ist normal. Zwei Teenager im Alter von 14 und 15 Jahren gingen am Samstagabend aber deutlich zu weit und setzten beim S-Bahn-Surfen ihr Leben aufs Spiel.

Gegen 21.45 Uhr alarmierte ein Zeuge die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern. Der Meldung zufolge surften zwei Personen zwischen Weßling und Gilching-Argelsried auf einer S-Bahn. Schlimm genug. Wie sich aber herausstellen solle, handelte es sich bei diesen beiden Personen fast noch um Kinder. Die beiden Burschen waren gerade mal 14 und 15 Jahre alt. Und sie können wohl von Glück sagen, dass sie gegen 22.15 Uhr am S-Bahn-Haltepunkt Neugilching von der Polizei einkassiert wurden. Bis dahin waren die Jugendlichen schon einige Stationen auf der S8 von Herrsching zum Flughafen gesurft. Am Kopf trug einer von beiden eine "GoPro" (Anm. d. Redaktion: eine Action-Kamera), um ihren Nervenkitzel zu dokumentieren.

Dass sie dieser Nervenkitzel jederzeit das Leben hätte kosten können, verstanden die beiden Teenager offenbar nicht. Die Kamera wurde von der Bundespolizei als Beweismittel sichergestellt. Nachdem die Beamten den Jugendlichen die Leviten gelesen hatten, wurden die beiden ihren erziehungsberechtigten Müttern übergeben.

Durch dieses Himmelfahrtskommando der Jugendlichen kam es laut Polizei zu geringfügigen Verspätungen der Linie S8. Die Lokführer der S-Bahnen hatten von den Surfern nicht das geringste bemerkt. Die beiden Schüler erhielten eine Verwarnung.

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