Die Bundespolizei musste sich am vergangenen Wochenende in München einmal mehr mit einigen Stressmachern herumärgern. Es setzte eine Bierdusche und Schläge. 

Samstagabend kam es am Hauptbahnhof München zum ersten leidigen Einsatz für die Bundespolizisten, der seine Spuren hinterließ. Im Mittelpunkt des Geschehens: ein völlig betrunkener 38-jähriger Mann aus Langenbach (Kreis Freising). Gegen ihn und drei seiner Begleiter hatte die Deutsche Bahn AG ein Platzverbot ausgesprochen. Die daraus resultierenden Maßnahmen sollte die Bundespolizei gegen 21.30 Uhr durchsetzen. Leichter gesagt als getan. Denn besagter Trunkenbold aus Langenbach zeigte sich vollkommen uneinsichtig. Mehr noch: er drängte sich hinter einen 55-jährigen Bundespolizisten und schüttete ihm sein Bier in den Nacken. Der 38-Jährige wurde daraufhin von den Beamten festgehalten. Doch noch war der Langenbacher nicht zu bremsen. Zusätzlich zu der Bierdusche verpasste er dem 55-jährigen Beamten noch einen Faustschlag ins Gesicht. Auf der Dienststelle wurde bei dem Langenbacher ein Atemalkoholwert von 1,57 Promille gemessen. Gegen ihn wurde nun eine Anzeige wegen tätlichen Angriffs und Körperverletzung eingeleitet.

Am Sonntag kurz vor Mitternach dann der nächste gewalttätige Vorfall. Diesmal im Bereich der S-Bahn-Haltestelle an der Donnersbergerbrücke. Die Bundespolizei wurde alarmiert, weil sich dort drei Männer andere Reisende angepöbelt haben sollen. Und tatsächlich, vor Ort war unschwer zu erkennen, dass die drei Nigerianer äußerst auf Krawall gebürstet waren. Noch während der Personenkontrolle griff ein 26-Jähriger aus der Gruppe einen der Bundespolizisten an. Dann klickten die Handschellen. Jetzt fühlte sich ein 32-jähriger Begleiter des 26-Jährigen dazu bemüßigt, Ärger zu machen. Er schlug nach einem Beamten und landete ebenfalls in Handschellen. Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wurden eingeleitet.