München/Barbing Gericht: Wenig Chancen für Klage gegen A3-Ausbau

Wird beim Ausbau der A3 genug auf den Lärmschutz geachtet? Die Gemeinde Barbing ist davon nicht überzeugt - und zieht gegen den Planfeststellungsbeschluss vor Gericht. Foto: Daniel Karmann/dpa

Mit überraschenden Erkenntnissen hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) den Ausbau der Autobahn Nürnberg–Passau (A3) erörtert.

Die Gemeinde Barbing (Landkreis Regensburg) hatte gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt, weil sie den vorgesehenen Lärmschutz für unzureichend hält. Bei der mündlichen Verhandlung in München am Freitag trug ein vom Freistaat zugezogener Ingenieur vor, dass nach dem sechsspurigen Ausbau der Lärmschutz deutlich besser sein wird als beim derzeitigen vierspurigen Ausbau.

Die hochabsorbierenden Wände und der lärmmindernde Straßenbelag seien "äußerst effektiv", versicherte der Ingenieur. Die geplanten Wohn- und Mischbaugebiete der Gemeinde Barbing in Autobahnnähe nannte er deshalb durchaus realisierbar. Die VGH-Richter signalisierten deshalb, dass sie wenig Erfolgschancen für die Klage sehen.

In den kommenden fünf Jahren sollen insgesamt 15 Kilometer der A3 zwischen dem Autobahnkreuz Regensburg und der Anschlussstelle Rosenhof verbreitert werden. Nötig macht dies die starke Belastung der A3, so die Begründung der Autobahnplaner.

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