Amberg, Donnerstag, 20. März 1980, kurz vor 23 Uhr. Die 38-jährige Arbeiterin Gertrud Kalweit steht in der Schlange am Ausgang und hält ihre Stempelkarte in der Hand. Wenige Minuten später endet ihre Schicht in der Emailfabrik Baumann. Sie stempelt aus, geht mit einer Arbeitskollegin von der Fabrik aus durch die Bahnunterführung am Mariahilfbergweg in Richtung Kreisverkehr. Am Kreisel trennen sich ihre Wege. Gertrud Kalweit will über den oberen Dammweg des Stadtgrabens heim in ihre Wohnung am Kaiser-Wilhelm-Ring, wo sie mit ihrer Mutter, ihren beiden Kindern und dem Bruder lebt. Doch sie wird niemals dort ankommen.