Moosburg Schon 93 Anmeldungen an Montessori-Schule

Kommt bald sogar eine Warteliste? Der Montessori-Verein Moosburg rührt weiter die Werbetrommel, auch vor dem geplanten Schulstandort. Foto: Klaus Kuhn
Kommt bald sogar eine Warteliste? Der Montessori-Verein Moosburg rührt weiter die Werbetrommel, auch vor dem geplanten Schulstandort. Foto: Klaus Kuhn

Die Montessori-Schule Moosburg, die zum Schuljahr 2017 / 18 an den Start gehen soll, wird eine richtig große Schule mit 100 Kindern. Das ist die Höchstzahl, die der Montessori-Verein Moosburg sich vorgenommen hat, und die mit einiger Wahrscheinlichkeit auch erreicht wird. Bis Samstag konnte der Verein 93 unverbindliche Voranmeldungen verbuchen, und Vorsitzender Thomas Becker sagte der Moosburger Zeitung in einem Gespräch über den Stand der Vorbereitungen wörtlich: „Nicht mehr lange, und ich muss eine Warteliste aufmachen.“

Der Verein macht damit dieselben Erfahrungen wie alle anderen Montessori-Schulen: Das Interesse ist derart gewaltig, dass nicht alle Anfragen befriedigt werden können. Die Warteliste ergibt für ihn Sinn: „Es springen mit Sicherheit noch welche ab, gerade weil es unverbindliche Voranmeldungen sind. Dann rücken die auf der Warteliste natürlich nach.“ Nicht zuletzt, weil in Moosburg viele Gerüchte im Umlauf sind, freute sich Becker über die Gelegenheit, einiges klarstellen zu können. So wurde der MZ zugetragen, dass es wegen baurechtlicher Probleme eine Verzögerung um mindestens ein Jahr geben werde.

„Alles Quatsch“, kommentierte das Becker und trat den Gegenbeweis an: Er komme gerade von einem Gespräch mit dem vom Verein beauftragten Architekten, und der habe die wichtigsten Gutachten, die der Verein für eine Genehmigung für die Umnutzung brauche, bereits angeleiert. Es gehe um ein Schallschutzgutachten. Das müsse deshalb sein, weil über den für die Schule genutzten Räumen Wohnungen seien. Und dann müsse natürlich ein Brandschutzgutachten her. Auch der Statiker rede ein gewichtiges Wort mit.

Alle drei Themen würden jetzt parallel abgearbeitet, und er hoffe, zeitnah das offizielle Baugesuch für die Nutzungsänderung einreichen zu können. Er sei zuversichtlich, dass das auch gelingen werde. Man sei im ständigen Kontakt auch mit dem Baurechtsamt in Freising, um nicht auf den letzten Drücker noch etwas Wesentliches zu vergessen. Die Baugenehmigung ist eine der Voraussetzungen für eine weitere unverzichtbare Genehmigung, nämlich die durch die Schulaufsicht. Hier kündigte Becker für Oktober die ersten „strategischen Gespräche“ an, um im März spätestens den offiziellen Genehmigungsantrag gut vorbereitet einreichen zu können. Für diese „strategischen Gespräche“ will er das pädagogische Konzept für die Schule vorlegen können. Hier sei eine Gruppe von Pädagogen im Auftrag des Vereins dabei, die Arbeiten abzuschließen. Die Schlussabstimmungen über dieses Konzept würden gerade vorbereitet. Der Verein sei auch hier auf einem guten Weg, zeigte er sich überzeugt.

Derweil haben die Initiatoren auch richtig Glück: Die Grundschule Langenpreising wird bekanntlich derzeit abgerissen. Und wenn irgendwo eine Schule komplett erneuert wird, fällt vielleicht für eine Neugründung das eine oder andere ab, dachten die Vereinsmitglieder sich und wurden in Langenpreising vorstellig. Sie konnten einen Tag später mit einem größeren Transporter anrücken: Besprechungstische und Werkbänke sowie einige kleinere Dinge konnten sie bekommen und sind enorm dankbar. Natürlich schielen sie auch ein wenig auf die Langenpreisinger, wenn dort die Behelfsschule zu genau der Zeit aufgelöst wird, wenn sie ihren Schulbetrieb aufnehmen wollen. Becker kündigte an, mit Langenpreising im Gespräch zu bleiben.

 

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