Moosburg Kältekunst: Niedrige Temperaturen für Foto-Experimente genutzt

Prüfender Blick: Chris Blank (l.) und Matthias Gabriel waren hier noch nicht recht zufrieden mit den ersten Schüssen. Foto: Klaus Kuhn

Alles bibbert bei der Kälte, nur zwei wackere Fotokünstler aus Moosburg haben sich am Feiertag mit ihren Kameras in die Kälte gestellt, um genau mit dieser Kälte zu experimentieren.

Chris Blank hatte die Idee aus dem Internet: Wasser in die Luft schleudern und genau den Moment einfangen, in dem es gefriert. Das funktioniere nur bei Temperaturen wie diesen, zeigte er sich überzeugt. Und so startete er über die Facebook-Gruppe „Photographie Moosburg“ den Aufruf: „Am Freitag werden es milde minus 19 Grad und ich suche tapfere Leichtmatrosen, die Lust haben auf ein paar Fotos machen mit Eis.“ Gesehen haben den Aufruf 48 Mitglieder, mitmachen wollte am Ende aber nur Matthias Gabriel, und das, obwohl Chris Blank noch am Morgen wieder via Facebook verkündete: „Es funktioniert!“

Mit von der Partie war am Rande noch Patrick Soyer, der das ganze Experiment in einem Videofilm festhalten wollte. Und so erklärte Initiator Chris Blank, dass das Wasser heiß sein müsse, damit das Experiment funktioniere. Nimmt man kaltes Wasser, so die ersten Erfahrungen von Chris Blank nach Vorversuchen, friert es zu schnell. Also hatten die wackeren Fotografen Thermoskannen dabei. Weil die mit dem Wasser blockiert waren, war es auch nichts mit heißem Kaffee zwischendurch. Blank erklärte die Kameraeinstellungen und den Sinn des Experiments. Die Kameras kamen auf Stative, der Funk-Auslöser wurde draufgeschraubt. „Das werden jetzt Selfies“, grinste Matthias Gabriel. In die Luft geworfen wurde ein Becher voll Wasser auf Kommando, und dann ratterten die Serienbelichtungen durch. Eine schnelle Kamera musste sein, denn das Wasser gefriert in Sekundenbruchteilen. Vorher wurde sorgfältig scharfgestellt. Auf den Autofokus verlassen wollten sich die beiden Fotografen nicht.

Experimentiert wurde mit verschiedenen Belichtungszeiten. Immer wieder der kontrollierende Blick auf das Kamera-Display auf der Rückseite: Der Hintergrund passte einmal nicht, ein anderes Mal war es wohl zu wenig Wasser. Die Sonne sollte die sich bildenden Eiskristalle richtig beleuchten, fanden die beiden Fotokünstler, weshalb die Stellung zur Sonne noch einmal korrigiert wurde. Und so gelang er doch: der Schuss, der alle zufriedenstellte. Länger als eine halbe Stunde mochten auch diese „tapferen Leichtmatrosen“ nicht in der Kälte herumstehen, wohl auch, weil bei diesen Temperaturen Kamera-Akkus gerne schnell schlappmachen. Beide waren sich aber auch einig: „Akkus aufladen, heißen Kaffee trinken, und dann wieder raus!“ Bei diesem Wetter mussten natürlich noch ein paar Naturaufnahmen sein.

 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos