Mitgliedschaft beendet MdB Johannes Huber verlässt die AfD und die Fraktion

Auf der Facebook-Seite von Johannes Huber ist das AfD-Logo schon verschwunden. Foto: MZ-Archiv

Der Freisinger AfD-Bundestagsabgeordnete Johannes Huber hat seinen Austritt aus Partei und Fraktion angekündigt. Diese Nachricht hat am Donnerstag die Runde gemacht, nachdem er sie in einer Telegram-Gruppe der bayerischen AfD gepostet hatte. Huber war zuletzt ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten, weil er in Chats Umsturzfantasien und eine Art Anleitung zum Fälschen eines positiven Corona-Tests veröffentlicht hatte.

"AfD Freising Watch" hat das Schreiben öffentlich gemacht, mit dem Huber, der 2017 erstmals und diesmal wieder in den Bundestag gewählt wurde, den Kollegen in Fraktion und Partei seinen Schritt mitgeteilt hat. Darin heißt es: "Um die freiheitlich-demokratische Oppositionsbewegung und die friedlichen Spaziergänger in Deutschland zu schützen, habe ich mich... dazu entschlossen, zum Ende des Jahres die Mitgliedschaft in der Fraktion und der Partei zu beenden." Es sei ihm persönlich wichtig, so Huber weiter, "dass niemand anderes in diese politische Entscheidung mit hineingezogen wird". Er trage "selbstbestimmt die volle Verantwortung für diesen Schritt".

Er sei sich "nicht zu schade, persönliche Konsequenzen zu ziehen in einem Berufsfeld, in dem die Kultur der Verantwortungslosigkeit weit verbreitet ist". Die Aufmerksamkeit "sollte generell nicht auf temporären Ablenkungsmanövern wie veröffentlichen Telegram-Kommentarten liegen, sondern auf dem Wesentlichen" - "der Lage der allgemeinen Verunsicherung bis in die private Sphäre und Familie hinein, für die die Regierenden spätestens seit dem gebrochenen Versprechen verantwortlich sind, einen Impfzwang zu vermeiden."

"In sozialer Verantwortung" werde er auch weiterhin alle ihm zur Verfügung stehenden parlamentarischen Kräfte "dafür einsetzen, dass die Bürger in Deutschland eine freiheitlich-konservativ-patriotische Politikwende bekommen". Sein Mandat will der Freisinger also offenbar behalten. Dafür sollen ihn Parteikollegen dem "Spiegel" zufolge als "Beutegeier" bezeichnet haben, der sich nur "fette Pensionsansprüche" sichern wolle.

Huber selbst war am Donnerstag für unsere Mediengruppe nicht erreichbar.

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