Misshandlung Jutta Speidel: Genauer hinsehen bei häuslicher Gewalt

Über häusliche Gewalt sollte nach Ansicht der Münchner Schauspielerin Jutta Speidel offener und kritischer in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Es müsse genauer hingesehen werden, wenn es um Kindeswohlgefährdung und häusliche Gewalt gehe, sagte die 68-Jährige. "Es wird manchmal zu sehr pauschaliert und zugeordnet." Die Schauspielerin ist unter anderem aus den TV-Serien "Um Himmels Willen" und "Alle meine Töchter" bekannt.

Speidel hat 1997 den gemeinnützigen Verein "Horizont" gegründet, der zwei Häuser für wohnungslose Kinder und Frauen in München betreibt. Am Samstag feierte "Horizont" sein 25-jähriges Bestehen in München. Bislang konnte der Verein eigenen Angaben nach mehr als 2800 Kindern und Frauen helfen. Ein drittes Haus ist in Planung.

"Oft als direkte Folge von jahrelanger Misshandlung verlassen Frauen ihre Partner und die gemeinsame Wohnung und rutschen dabei in eine Spirale aus Armut und Traumatisierung", teilte der Verein mit. In den beiden Häusern finden diese demnach ein sicheres Zuhause und Unterstützung auf dem Weg in ein eigenständiges Leben.

Die Arbeit sei täglich eine Herausforderung, sagte Speidel. Man müsse dabei große Sensibilität und klares Denken an den Tag legen, ohne jemals seine Empathie zu verlieren. Eine der größten Freuden für sie sei, die Zuversicht zu spüren, wenn eine Familie mit einem Lächeln ausziehe.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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