Mezzosopranistin Elina Garanca geht mit sich selbst hart ins Gericht

Die lettische Mezzosopranistin Elina Garanca geht mit sich selbst hart ins Gericht. Foto: Stephanie Pilick/dpa

Die meisten Künstler hören Kritik nicht besonders gerne. Elina Garanca aber schon. Und weil die Mezzosopranistin sie in ihrer Umgebung vermisst, nimmt sie die Sache selbst in die Hand.

Essen - Die lettische Mezzosopranistin Elina Garanca (42) vermisst in ihrer Umgebung echte Kritiker. "Dich umgeben lauter Ja-Sager, die von dir profitieren, sich mit dir schmücken.

Von denen kommt natürlich keine Kritik, mit der ein Künstler was anfangen kann", sagte Garanca, die in den großen Opernhäusern der Welt auftritt, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Inzwischen sei sie selbst ihre schärfste Kritikerin geworden. "Wenn ich einen Fehler gemacht habe, hilft da auch kein Jubel, keine wunderschöne Kritik.

Ich weiß ja, dass ich nicht mein Bestes getan habe oder schlampig war." Dieser Perfektionismus habe auch etwas Obsessives. "Meine Kinder helfen inzwischen, das zu relativieren", sagte Garanca.

 

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