Metten Mega-Stau, Nebel und Unfälle auf der A3

Aus noch ungeklärter Ursache ist am Mittwochmittag auf der A3 zwischen Schwarzach und Metten ein Omnibus auf einen LKW aufgefahren. Foto: News5/Auer

Ab Mittwochmorgen ging auf der A3 bei Metten (Kreis Deggendorf) in Fahrtrichtung Passau plötzlich nichts mehr. Die Nerven der Verkehrsteilnehmer wurden einmal mehr arg strapaziert - und zu allem Überfluss sorgten ab Mittag noch drei Auffahrunfälle für noch mehr Chaos.

Mitten im morgendlichen Pendlerverkehr herrschte plötzlich Stillstand auf der A3 bei Metten. Der Stau wurde immer länger und länger. In den Mittagsstunden reichte er bereits mehrere Kilometer zurück. Der Grund für das Verkehrschaos: eine Baustelle auf der Donaubrücke bei Metten. "Diese Baustelle war kurzfristig notwendig geworden, weil Ende vergangener Woche diverse Mängel an der Fahrbahn festgestellt wurden", erklärt Polizeisprecher Klaus Frankl gegenüber idowa. Die Bauarbeiten seien laut Frankl "nachts allerdings nicht durchführbar". Erst sobald es hell wird können die Bauarbeiter loslegen. Und das beeinträchtigte dann eben maßgeblich den Berufsverkehr auf der A3 in Richtung Passau, weil im Zuge der Bauarbeiten eine Fahrspur gesperrt werden musste.  

Auffahrunfälle im Stau

Was die Lage noch zusätzlich verschärfte: Im Verkehrsgedränge herrschte auch noch dichter Nebel. Die Folge waren einige Auffahrunfälle.

Den unglücklichen Anfang machte um 12.15 Uhr ein rumänischer Autofahrer. Er übersah das Stauende und donnerte einem weiteren rumänischen Autofahrer ins Heck. Dessen Auto wurde durch die wuchtige Kollision gegen einen Sattelzug geschleudert und von dort gegen die Mittelleitplanke. Es entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 15.000 Euro. Verletzt wurde glücklicher Weise niemand.

Weiter ging es gegen 12.40 Uhr. Wieder waren daran zwei Rumänen beteiligt. Diesmal der Fahrer eines Reisebusses und ein 41-jähriger Lkw-Fahrer. Wie das Polizeipräsidium Niederbayern bestätigt, ist der Bus mit 51 Insassen am Stauende vermutlich wegen dichten Nebels auf den Lastwagen aufgefahren. Der Busfahrer wurde schwer verletzt. Er musste vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zudem erlitten noch acht Fahrgäste leichtere Verletzungen, von ihnen musste aber nur einer in ein Krankenhaus gebracht werden. Die restlichen Fahrgäste wurden nach Bogen gebracht, wo sie ein organisierter Ersatzbus abholte. Nach ersten Schätzungen liegt der Schaden bei rund 75.000 Euro.

In Folge des Unfalls und der Aufräumarbeiten war die A3 in Fahrtrichtung Passau für mehrere Stunden komplett gesperrt. Zu Spitzenzeiten erreichte der Rückstau eine Länge von zwölf Kilometern.

Der nächste Unfall dann gegen 13.15 Uhr. Diesmal übersah ein Lkw-Fahrer aus Bosnien das Stauende und krachte mit seinem Sattelzug einer Autofahrerin aus Bogen ins Heck. Das Auto der Frau wurde dabei auf einen vor ihr stehenden Kleinstransporter aus Oberbayern gedrückt. Die Frau aus Bogen und ihr Beifahrer wurden bei dem Unfall schwerer verletzt. Der Rettungsdienst brachte beide Verletzten ins Klinikum Deggendorf. Das Auto der Bogenerin musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt.

Und der Monster-Stau wuchs dadurch noch weiter an. Erst gegen 16 Uhr konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden und der Stau löste sich langsam auf.

Hiobsbotschaft auch für Donnerstag

Pendler, die täglich auf der A3 bei Deggendorf in Richtung Passau unterwegs sind, brauchen zudem noch bessere Nerven. Denn auch am morgigen Donnerstag werden die Bauarbeiten noch in vollem Gange sein. Das bedeutet, das bereits der nächste Mega-Stau droht. 

Was Hoffnung macht: die Bauarbeiten sollen morgen abgeschlossen werden. Ab Freitag sollte das dann wieder freie Fahrt bedeuten. 

 
 

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