Metten Havarie auf der Donau: Jetzt soll's ein Baggerschiff richten

Bei dichtem Nebel ist am Donnerstag auf der Donau bei Metten ein Schiff auf Grund gelaufen. Foto: Oliver Hausladen

Seit Donnerstagmorgen blockiert ein Schiff mit 1.800 Tonnen Raps die Donau im Bereich Metten (Kreis Deggendorf). Seitdem ist der Schiffsverkehr gesperrt. Heute soll die Fahrrinne von einem Baggerschiff freigeschaufelt werden.

Die neuerliche Havarie auf der Donau ereignete sich am Donnerstag gegen 8.45 Uhr. Bei dichtem Nebel war der deutsche Schubverband in einer Linkskurve zu weit nach links abgedriftet und auf eine Kiesbank aufgelaufen. Zu allem Überfluss tat dann auch noch der slowakische Kapitän sein Übriges: beim Versuch, das Schiff auf eigene Faust wieder zu befreien, wurde durch die Schiffsschrauben derart viel Kies aufgewirbelt, dass sich mitten in der Fahrrinne ein großer Haufen bildete, der die Donau an dieser Stelle unpassierbar machte. Seitdem ist der Schiffsverkehr auf der Donau zwischen Deggendorf und Straubing gesperrt - mal wieder.

Jetzt soll ein Baggerschiff das Problem lösen. Seit Freitagmorgen hat das Baggerschiff damit begonnen, die Fahrrinne wieder frei zu schaufeln. Unklar ist derzeit noch, wie lange diese Arbeiten dauern werden. Für die Dauer der Baggerarbeiten bleibt die Donau auch weiterhin für den Schiffsverkehr gesperrt.

Der havarierte Schubverband wird derweil wohl noch etwas länger festsitzen. Wie die Polizei mitteilt, kann die Bergung erst dann begonnen werden, wenn die vermutlich defekte Ruderanlage von einer Spezialfirma überprüft worden ist. Da das auf Grund gelaufene Schiff aber etwas abseits der Fahrrinne liegt, könnten andere Schiffe nach der Streckenfreigabe die Stelle vorsichtig passieren.

+++ UPDATE (11.50 Uhr) +++

Wie die Wasserschutzpolizei soeben mitteilte, musste der havarierte Schubverband nun doch zuerst freigeschleppt werden. Möglich machte dies ein entsprechendes Arbeitsschiff, das den Schubverband in den Deggendorfer Hafen schleppte. Dort soll dann die defekte Ruderanlage untersucht werden. Man sah sich diesbezüglich zum Umdisponieren gezwungen, weil das angeforderte Baggerschiff wider Erwarten von dem havarierten Schubverband erheblich behindert wurde. Deshalb musste hier erst der Weg frei gemacht werden. Mittlerweile sind die Baggerarbeiten in vollem Gange.

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