Der 25-Jährige, der im Oktober vergangenen Jahres eine Frau in Altessing im Landkreis Kelheim mit einem Messer attackiert hatte, ist eine Gefahr für die Allgemeinheit. Zu dieser Überzeugung ist am Donnerstag das Landgericht Regensburg gelangt und ordnete eine dauerhafte Unterbringung des Mannes in einer psychiatrischen Einrichtung an. Die Tat war wohl die Folge einer paranoiden Schizophrenie.

Wenn davon auszugehen ist, dass ein Angeklagter das Unrecht seines Handelns nicht einsehen konnte, spricht die Justiz von Schuldunfähigkeit. Beruht diese auf einer dauerhaften psychischen Erkrankung, kann es zu einem sogenannten Sicherungsverfahren kommen. Hierbei geht es vordergründig nicht um die Festlegung eines Strafmaßes. Vielmehr muss überprüft werden, ob von dem Beschuldigten eine erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht und die dauerhafte Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik anzuordnen ist. Die Rechtsanwältin Iris Nickl weist im Prozess auf die aus Sicht der Verteidigung nicht ganz leichte Situation in solchen Verfahren hin.