Führende Christdemokraten werden nicht müde zu betonen, wie gut der Wettbewerb um die Nachfolge Angela Merkels der CDU tue, wie sehr die Parteiendemokratie gestärkt werde und wie hervorragend die Stimmung doch sei.

Doch wird sie über den Parteitag und die Wahl des neuen Vorsitzenden hinaus anhalten? Tatsächlich ist es ein aufreibender Wahlkampf, und im Endspurt zeigt sich, wie blank die Nerven in Wahrheit liegen. Selbst beim Grandseigneur der Partei, bei Wolfgang Schäuble. Er hat mit seinem Plädoyer für Friedrich Merz all sein Gewicht in die Waagschale gelegt und die Frage des Vorsitzes seiner Partei zu einer des Staatswohls gemacht: "Das Beste für das Land." Das heißt im Umkehrschluss: Wer Annegret Kramp-Karrenbauer oder den Außenseiter Jens Spahn wählt, schert sich nicht um das Wohl des Landes? Das ist starker Tobak.

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