Mehr Importe Vier Millionen Christbäume in bayerischen Wohnzimmern

Vier Millionen Christbäume stehen an Weihnachten in bayerischen Wohnzimmern. Darunter waren zuletzt 16 Prozent mehr Importe. Warum der Verkauf deutscher Bäume trotzdem seit Jahren gut läuft, weiß Thomas Emslander vom Verein Bayerischer Christbaumanbauer.

Deutschlandweit sind es jährlich bis zu 25 Millionen Weihnachtsbäume, 2,6 Millionen davon kamen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2018 aus dem Ausland: 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Christian Emslander kann darin aber keinen Trend erkennen – die Verkäufe in Bayern seien stabil bei rund vier Millionen Exemplaren. Seine Vermutung: Bricht einem Importeur zwischenzeitlich ein großer Kunde weg, macht das gleich ein paar 100.000 Bäume, die nicht eingeführt werden. Anders kann er sich die Schwankung nicht erklären, denn: Trotz trockener Sommer bringen Emslander und sein Berufsstand genügend Weihnachtsbäume auf den Markt, das Wetter richtet nur bei jungen Bäumen Schaden an. Und den können die Anbauer ausmärzen, bis ab 2026 die gepflanzten Bäume aus den vergangenen Jahren verkauft werden. Für Nachschub ist also gesorgt.

Nur die Singlehaushalte verursachen laut Emslander ein kleines Minus von einem halben Prozent pro Jahr. Wer allein wohnt – und das trifft auf rund 50 Prozent mehr Menschen zu als in den 90ern – kauft sich keinen eigenen Baum, sondern fährt zu den Eltern oder zum Partner. Familien dagegen sind den Anbietern am liebsten: "Wenn Kinder im Haushalt sind, gibt's eigentlich immer einen Christbaum", sagt Emslander. 

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