Wenige Tage vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl wird die Lage für die Unionsparteien immer schwieriger.

Die Spitze der Berliner CDU/CSU-Bundestagsfraktion fahndet regelrecht nach weiteren Unionspolitikern, die sich an der Corona-Pandemie eventuell bereichert haben könnten. Und in Bayern schwelt seit Wochen der Verdacht, das CSU-geführte Gesundheitsministerium könnte Millionen an Steuergeldern beim Kauf von überteuerten Masken auf "Empfehlung" von CSU-nahen Kreisen verschwendet haben.

Jedenfalls bohrt der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn unverdrossen weiter. Beim Landtagsamt beschwerte sich jetzt der Abgeordnete, der für das Amt des SPD-Landesvorsitzenden kandidiert, über die zurückhaltenden Auskünfte des Gesundheitsministeriums. Das hatte zwar die Maskenankäufe ab März 2020 mit Stückpreis aufgelistet, Menge und Lieferant aber unter Verweis auf das "Geschäfts- und Betriebsgeheimnis" der Vertragspartner verweigert.