Marderhund im Labertal Großer Schaden durch Angriff auf Bienenstock

Der Räuber bei Nacht vor den Bienenstöcken Foto: Manfred Füßl
Der Räuber bei Nacht vor den Bienenstöcken Foto: Manfred Füßl

Schrecken unter den Imkern: Der Marderhund ist im Labertal aufgetaucht - und hat sich über die Bienenstöcke von Manfred Füßl aus Oberhaselbach hergemacht.

Wenn man den Schaden sieht, könnte man spontan auch einen Vandalen am Werk wähnen. Doch es war tierischer "Besuch": Manfred Füßl hat den Übeltäter mit einer Nachtsichtkamera fotografieren können, als dieser sich über die Bienenstöcke hermachte.

Der Marderhund ist nachtaktiv und mag waldreiche Regionen mit viel Unterholz. Ursprünglich war er in Sibirien daheim, im 20. Jahrhundert wurden allerdings viele der Tiere in Westrussland und der Ukraine ausgesetzt und haben sich dann ausgebreitet. Das Tier kommt deutschlandweit vor.

Rabiates Vorgehen

Nun hat er im Labertal die Bienenstöcke des Imkers Manfred Füßl geplündert. Marderhunde sind Allesfresser, auch Insekten stehen auf ihrem Speiseplan, und auf den Honig sind sie ebenfalls scharf. Um an den von ihnen begehrten Nachschub zu kommen, gehen sie rabiat vor, wie die Bilder belegen.

Den Marderhund nachzuweisen war äußerst schwierig, aber der Schaden war zu groß - wie auch bei anderen Imkerkollegen im Labertal -, als dass man das Ganze auf sich hätte beruhen lassen können. Mit ihren scharfen Krallen und ihrem Gebiss brechen die Marderhunde Bienenstöcke von unten auf, um an die Bienen und den Honig zu kommen. Dabei richten sie immensen Schaden an, und die Arbeit des Imkers vom Jahr ist dahin.

Die hiesigen Imker sind informiert und versuchen, die Schäden so gering wie möglich zu halten. Aber man ist nie gefeit, das nächste Opfer zu sein, wie das Beispiel von Manfred Füßl in Oberhaselbach zeigt. - Zudem ist der Marderhund auch Überträger von Tollwut, Staupe und Räude.

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