Mann (42) zu betrunken In Münchner Bordell abgeblitzt - da prellte er die Taxi-Zeche

Nachts ließ sich ein 42-jähriger betrunkener Mann von Freising nach München kutschieren und wieder zurück. Die Rückfahrt wollte er allerdings nicht bezahlen. Der Grund: Er war in München in einem Bordell abgeblitzt. (Symbolbild) Foto: David Young, dpa

Einen gebrauchten Tag erlebte ein 42-jähriger Mann am Freitag in Freising und München. Sternhagelvoll ließ er sich von einem Taxi zu einem Münchner Bordell kutschieren. Dort hieß es allerdings: "Du kommst hier nicht rein!" Frust und Enttäuschung waren daraufhin offenbar derart groß, dass er sich weigerte, die Taxikosten für die Rückfahrt zu bezahlen.

Zu betrunken fürs Bordell! Dabei hatte sich der 42-jährige Slowake extra noch zu später Stunde mit dem Taxi von Freising nach München fahren lassen. Diese Fahrt bezahlte er noch anständig. Als die Türen des Bordells für ihn jedoch geschlossen blieben, brachen bei ihm alle Dämme. Zwar ließ er sich noch mit dem gleichen Taxi direkt wieder nach Freising zurückfahren, die Kosten dafür wollte er allerdings partout nicht übernehmen. Daher blieb dem Taxifahrer keine andere Möglichkeit mehr, als die Freisinger Polizei zu alarmieren. Dort lieferte er seinen betrunkenen Fahrgast gegen 2.45 Uhr ab.

Und schon hatten die Beamten den Ärger am Hals. Denn der 42-jährige Slowake war nicht nur aggressiv und voll wie eine Haubitze, er sprach zu allem Überfluss auch noch kein Wort Deutsch oder Englisch. Da kam es wie gerufen, dass in dieser Nacht eine slowakisch sprechende Polizistin Dienst hatte, die sich als Dolmetscherin versuchte. Doch statt Dank erntete sie von dem schimpfenden Schluckspecht lediglich Beleidigungen. Außerdem weigerte er sich weiterhin vehement, die Taxikosten zu zahlen und auch ausweisen wollte er sich nicht.

Daher mussten die Polizisten andere Saiten aufziehen. Sie drohten ihm eine körperliche Durchsuchung an, falls er sich auch weiterhin nicht ausweisen wollte. Völlig überraschend: Er wollte nicht. Ebenso wenig überraschend war, dass sich der 42-Jährige mit Händen und Füßen gegen die Durchsuchung wehrte. Die Situation eskalierte sogar so weit, dass die Polizisten irgendwann gezwungen waren, Pfefferspray einzusetzen. Der Slowake zog sich bei der Durchsuchung leichte Schürfwunden zu und seine Brille wurde beschädigt. 

Immerhin gelang es der Polizei, so an den Ausweis des Mannes zu gelangen. Und siehe da: Schlussendlich zeigte er sich doch noch dazu bereit, die Taxikosten zu bezahlen. Da der 42-Jährige keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, war die zuständige Staatsanwaltschaft nach der angeordneten Blutentnahme mit der Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten einverstanden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der Slowake die Polizeiinspektion wieder verlassen. Polizisten wurden bei dem Einsatz nicht verletzt. 

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