Manfred Weber hat in Helsinki einen gewaltigen Schritt gemacht. Die Delegierten des Parteitags der Europäischen Volkspartei (EVP) wählten ihn mit einem überragenden Ergebnis zum Spitzenkandidaten für die Europawahl. Ein Sieg Webers war erwartet worden, dass dieser so eindeutig ausfallen würde, dagegen nicht. Nicht nur sein beständiges Werben und Knüpfen von Beziehungen mag den Ausschlag gegeben haben. Auch seine programmatische und von persönlichen Tönen geprägte Rede dürfte den einen oder anderen Delegierten überzeugt haben. Weber hat nun gute Chancen, Präsident der EU-Kommission zu werden. Doch der Weg dorthin ist noch weit.

In seiner Bewerbungsrede, die viele in Helsinki beeindruckte, hat Manfred Weber für seine Position geworben und gar ein Programm für seine mögliche Regierungszeit als Kommissionspräsident vorgelegt. Mit sehr persönlichen Worten entwarf der CSU-Politiker ein Bild von Europa. Er appellierte an seine Parteienfamilie, sich klar zu ihren Werten zu bekennen und davon ausgehend Europa weiterzuentwickeln. Weber demonstrierte damit, dass es nicht ausreicht, nur mit allgemeinen Worten über Europa zu schwärmen, wie sein Kontrahent Alexander Stubb dies tat, sondern dass man konkret benennen muss, was es umzusetzen gilt.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 09. November 2018.