Mamming Nach zweitem Corona-Ausbruch dauern Kontrolltests länger

Arbeiter errichten einen Zaun um die Wohngebäude eines Betriebes in Mamming. Foto: Angelika Warmuth/dpa/Archivbild Foto: dpa

Nach einem weiteren Corona-Ausbruch in einem Betrieb im niederbayerischen Mamming wartet das Gesundheitsamt noch auf die Ergebnisse von Kontrolluntersuchungen. Ursprünglich sollten die Testergebnisse am Montagnachmittag vorliegen, erklärte ein Sprecher des Landratsamtes in Dingolfing. Die Untersuchungen hätten sich aber verzögert.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass sich 43 Beschäftigte eines Konservenherstellers in Mamming mit dem Coronavirus angesteckt haben. Der verarbeitende Betrieb liegt in der Nähe eines Gemüsehofes, wo zuvor bereits rund 230 Erntehelfer positiv getestet wurden. Die Behörden gehen daher davon aus, dass es zu einer Übertragung von Mitarbeitern des Agrarbetriebes zu Beschäftigten der Konservenfabrik gekommen ist. Um sicher zu gehen, dass nicht noch mehr Arbeiter betroffen sind, wurde eine erneute Testung des gesamten weiterverarbeitenden Betriebs angeordnet.

In dem zunächst betroffenen Gemüsehof werden nach Behördenangaben in den nächsten Tagen die etwa 250 Mitarbeiter, die nicht erkrankt waren, die Quarantäne verlassen können. Die Zehn-Tage-Frist laufe nun aus, erklärte der Sprecher des Landratsamtes.

Die Kreisbehörde betonte nochmals, dass es gelungen sei, ein Übergreifen der Erkrankungen auf die Bevölkerung zu verhindern. Es hätten sich mehr als 5.000 Bürger freiwillig testen lassen. Dabei sei nur eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Dabei habe es sich um einen Landshuter gehandelt, der selbst nicht aus dem Landkreis Dingolfing-Landau stamme und sich dort nur habe untersuchen lassen, erklärte der Behördensprecher.

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