Mainkofen/Deggendorf Prozessauftakt gegen BKH-Patienten

Ab dem 6. Februar muss sich ein Patient des BKH Mainkofen vor dem Landgericht Deggendorf verantworten. Er soll Patienten und Personal bedroht und angegriffen haben. Foto: Jan Woitas/dpa

Ab dem 6. Februar sitzt ein 51-jähriger Insasse des BKH Mainkofen im Landgericht Deggendorf auf der Anklagebank. Er soll im Bezirksklinikum Patienten und Pfleger angegriffen, bedroht und bestohlen haben.

Mitte August soll er gegen Nachmittag auf der geschlossenen Station einem anderen Patienten ins Gesicht schlagen haben wollen. Stattdessen traf er aber offenbar nur dessen Arm. Später soll er dem selben Patienten dann dessen Brille gestohlen haben. Zwei Tage später soll der Mann erneut für Aufruhr gesorgt haben, indem er einen anderen Patienten mit einem Buttermesser bedroht haben soll. Der bedrohte Patient konnte den Raum allerdings verlassen und informierte das Pflegepersonal. Als zwei Pfleger den Mann daraufhin zur Rede stellen wollten, soll er diese mit dem Messer und einer Gabel bedroht haben. 

Wiederum zwei Tage später soll es dann den nächsten Vorfall gegeben haben. Als Ärzte und eine Pflegerin den heute 51-Jährigen auf seine Medikamente ansprachen, soll er aus seiner Hosentasche unmittelbar ein Buttermesser gezogen und in Richtung des Personals gestochen haben. Verletzt wurde dabei niemand. Das Personal sperrte den Mann daraufhin am Balkon aus und alarmierte die Polizei. Auch als die Polizisten vor Ort eintrafen, soll er keine Anstalten gemacht haben, das Messer wegzulegen. Deshalb kam ein Taser zum Einsatz. 

Das Gericht wird in diesem Prozess elf Zeugen und einen Sachverständigen hören.

 

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