Eine simple Idee, geboren aus Coronafrust heraus, mausert sich zu einer kleinen Sensation: Die "Maibaum-Sets to go" von Andrea Bugl aus Train haben gerade Hochkonjunktur. Ihre Kunden kommen mittlerweile von weit her. In der Garage ihrer Schwester Karin stellt die 34-Jährige oft bis in die Nacht hinein von Hand die Maibaum-Pakete zusammen, die man vor Ort abholt und anschließend zu Hause im Garten bemalt und aufstellt.

"Letztes Jahr habe ich an die 50 Sets verkauft, heuer werden es wahrscheinlich mehr als viermal so viele", sagt Andrea Bugl mit Blick auf die Verkaufszahlen ihrer selbsterfundenen Maibaum-Sets. Die Idee füllt also eine echte Marktlücke, die Bestellungen reißen und reißen einfach nicht ab. Deshalb hat sie nun ein Gewerbe angemeldet. "Mir gehört das Unternehmen, meine Schwester Karin ist meine erste Angestellte", so Andrea Bugl.

Solange das echte Maibaumaufstellen in Gemeinschaft nicht möglich ist, will sie das Geschäft mit den "Traditionsstangerln" auf jeden Fall weitermachen. Die Garage von Schwester Karin hält derweil als Maibaum-Lagerstätte und Kreativzentrum her. Nach dem 1. Mai geht jedoch die Arbeit mit Geburts- und Hochzeitsbäumen weiter. Daher ist Andrea Bugls Start-up mehr oder weniger ganzjahrestauglich. Auch das "Drumherum" wird auch immer professioneller, eine Firmenhomepage - www.maibaumdahoam.de - und ein eigener Instagram-Kanal sind die nächsten logischen Schritte auf dem Weg zum schwesterlichen Maibaum-Start-up. "Man kann uns auch per E-Mail auf dem Laufenden halten, wie die einzelnen Maibäume Gestalt annehmen, und wir veröffentlichen die Bilder dann in den sozialen Netzwerken."