"Räum dein Zuhause auf und du verwandelst dein Leben", einer der Sätze von Marie Kondo, die die zarte Japanerin mit dem akkuraten Haarschnitt und den klinisch-weißen Blusen weltbekannt machte.

Ihre Ratgeber, die Aufräumen stets mit Zauber in Verbindung bringen, sind internationale Bestseller, ihre Ideen und Tipps inzwischen zu verfolgen auf Netflix. Es gibt kaum ein Magazin ohne die "KonMari"-Methode, die unter anderem besagt, sich von allen Dingen, die einem keine Freude bereiten, zu trennen. Es geht um Achtsamkeit, Disziplin, Verzicht, Empathie, Klarheit, Selbst-Optimierung. Aber ist es praktisch möglich, seine vier Wände so auszumisten, dass man am Schluss - wie die Japanerin - in einer Küche sitzt, in der die Ablage leergefegt ist bis auf eine perfekt zur polierten Arbeitsplatte passenden Schale mit frischem Obst und eine Orchidee (die selbstverständlich in voller Pracht blüht)? Wo bleiben die Töpfe, die trocknen müssen, weil man sie nicht abtrocknen wollte, die Geschirrtücher, Schwämme und Bürsten, Spüli-Flaschen, die Gäubodenvolksfest-Sammelkrüge, verschrumpelten Äpfel und Salzstreuer in roter-Telefonhäuschen-Optik vom letzten London-Urlaub? Wir haben mit vier Straubingern gesprochen, die fast täglich mit Trödel, Müll und kleinen Schätzen zu tun haben.

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