Luckner-Jubiläum Viele Zuschauer beim Sturm aufs Chamer Rathaus

Einige konnten es, trotz Befehl, doch nicht lassen: Schießwütige Panduren sorgen auch bei den erprobten Darstellern Jürgen Piendl und Werner Zellmer für Lacher. Foto: Andrea Reimer

Gelingt es dem berühmten Sohn der Stadt, Graf Luckner, den Sturm aufs Rathaus zu verhindern? Im 300. Geburtsjahr des Nikolaus von Luckner feiert Cham seinen berühmten Sohn am Wochenende groß. Mit dabei: Freiherr Franziskus von der Trenck. Wenngleich historisch nicht ganz korrekt, trafen am Freitag zwei Marken des Landkreises Cham aufeinander. 

Was die Besucher am Freitagabend erlebt haben, war ein Spektakel, das es in Cham so noch nie gab.

Der Chor Lehra und Mehra lässt "O Fortuna" aus Carmina Burana über den Marktplatz schallen. In weiter Entfernung zucken Blitze am Himmel. Panduren mit Rammbock, alten Feuerwaffen und Trommeln laufen durch die Szene. Sie warten auf das Signal ihres Obersts. Dann das Signal. Freiherr Franziskus von der Trenck befiehlt den Sturm. Donnernde Schüsse und das Geschrei kampfbereiter Panduren mischen sich. Ihr Ziel: Das Tor des Rathausdurchgangs.

Aber anders als vor 280 Jahren, gelingt es Trencks Armee nicht, Cham niederzubrannen. Der Stadt berühmtester Sohn, Nikolaus Graf von Luckner stellt sich dem Trenck in den Weg. Beide üben sich in Diplomatie - was Erfolg zeigt. Eine klare Botschaft sprach dann Luckner von Cham aus in die Welt. Die gerade in Zeiten des Ukraine-Kriegs große Bedeutung hat: "Lasst uns feiern!" Das ließen sich Trenck und die Panduren nicht zweimal sagen.

Zahlreiche Besucher aus Nah und Fern schauten sich das Spektakel gebannt an. Lob gab es für die Beteiligten von Bürgermeister Martin Stoiber.

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