Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es in unserer Gegend "richtige" Winter mit viel Eis und Schnee von November bis März. Manchmal meinten es Väterchen Frost und Frau Holle so gut, dass sogar der Betrieb auf der im Jahre 1900 eröffneten Lokalbahnlinie Landshut - Rottenburg darunter litt und vorübergehend eingestellt werden musste.

Der Zornhofer Berg, ein nach dem Weiler Zornhof benannter Anstieg zwischen Oberneuhausen und Pfeffenhausen, war unter den Dampflokomotivführern besonders gefürchtet. Schon bei nassen Schienen musste kräftig "gesandet" werden, damit die Antriebsräder der Lok nicht "schleuderten" (durchdrehten) und der Zug im wahrsten Sinne des Wortes "über den Berg" kam. Vor allem in Zeiten der Material- und Brennstoffknappheit nach den beiden Weltkriegen hatte das Dampfross oft zu wenig Futter im Bauch und schaffte den Zornhofer Berg nicht. Dann hieß es für den Lokführer, zurückzusetzen, einige Wagen abzukuppeln und mit weniger Achsen am Haken einen neuen Anlauf zu nehmen.