Trennwände, Abstandsregeln, Platzzuweiser - die Gastronomie war bestens gerüstet für die Vorgaben in Sachen Corona. Doch nun hat es die Branche mit dem Lockdown-Light noch einmal erwischt. Viele setzen erneut auf das To-Go-Geschäft, hauptsächlich am Wochenende und hoffen auf ähnlich große Unterstützung durch die Bevölkerung, wie im Frühjahr.

Schon bevor der zweite Lockdown für die Gastronomie im Gespräch war, hagelte es bei Peter Westermeier für die anstehenden guten Monate mit vielen Weihnachtsfeiern Absagen. "28 Veranstaltungen wurden abgesagt", berichtet der Wirt, der sein Gasthaus in Blumberg bei Adlkofen hat. Nach der Sommersaison versuchte er, die Gäste auch im Winter trotz Corona zu locken, engagierte beispielsweise mehr Musiker als üblich. Das funktionierte auch gut, bis die Personen- und Zeitbeschränkungen kamen. Zuletzt, als um 21 Uhr Schluss war, bekam er oft mit, dass sich die Gäste noch zu Hause zusammensetzen wollten. "Damit hat man gerade das Gegenteil von dem erreicht, was man wollte", findet Westermeier. Nun hält er sich mit dem To-Go-
Geschäft über Wasser, und hofft, dass er damit zumindest die laufenden Unkosten deckt.